Die Titelverteidiger haben es geschafft. Wie bereits in den Vorjahren holten sich die Kameraden der Ortsfeuerwehr Garitz/Bornum auf heimischem Rasen erneut den Pokal des Bürgermeisters. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern verwiesen die Gastgeber beim Löschangriff nass ihre Mitstreiter auf die Plätze.

Garitz. "Es hat wieder geklappt", freute sich Ortsbürgermeister Mario Rudolf am Sonnabend über den erneuten doppelten Titelgewinn. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern heimsten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Garitz/Bornum wieder den Sieg ein. Wie schon in den Vorjahren ließen die Gastgeber ihre nicht weniger ehrgeizigen Mitstreiter im Kampf um den Pokal des Bürgermeisters hinter sich.

Insgesamt zwölf Mannschaften starteten bei der siebenten Auflage des Ausscheids. Dabei zeigte das Teilnehmerfeld einmal mehr, dass sich der Garitzer Wettstreit im Löschangriff nass längst zu einer kreis- und sogar länderübergreifenden Veranstaltung entwickelt hat. Da wurde Brandenburg durch Reetz präsentiert und Mecklenburg-Vorpommern durch das bei Rostock gelegene Rövershagen. Daneben reisten Teams aus Stemmern (Landkreis Börde), Tryppehna (Jerichower Land) und Thießen (Landkreis Wittenberg) an. Mit der Ortsfeuerwehr Streetz/Natho war auch die Doppelstadt Dessau-Roßlau vertreten. Nicht zu vergessen sind Mühlsdorf sowie Straguth und Deetz, die gemischte Mannschaften bildeten.

Den Nuthaer Frauen gelang es leider nicht, eine Truppe zu stellen. "Wir suchen weibliche Verstärkung", erklärte das fröhliche Trio, das, statt selbst mitzulaufen, das Geschehen deshalb zusammen mit den übrigen Zuschauern beobachtete.

Gut gelaunt gingen die Brandschützer bei herrlichem Sonnenschein in das sportliche Kräftemessen, das zum zweiten Mal auf der Festwiese am Kulturhaus ausgetragen wurde. Diese zeichnet sich durch einen sanft abfallenden Hang aus, was sich durchaus positiv auf die Zeiten auswirkte. Negativen Einfluss, und zwar auf das Befüllen der Zielbehälter, hatte indes der teils recht böige Wind.

Zunächst stellten die Frauen ihre Leistungen beim raschen Aufbau einer Schlauchstrecke unter Beweis. Hier traten nur zwei Teams gegeneinander an. Gleich im ersten Lauf bestätigten die Garitzer "Spritznixen", dass sie die klaren Favoriten sind. Mit beachtlichen 33,82 Sekunden sicherten sie sich da bereits den ersten Platz. Der Laune ihrer Konkurrentinnen aus Straguth/Badewitz tat das keinen Abbruch. Sie freuten sich über ihre gelungene Wettkampfpremiere. Immerhin konnten sie sich im zweiten Lauf auf 42,16 Sekunden verbessern. Dafür gab es später bei der Siegerehrung eine überraschende Sektdusche - und es sollte nicht die einzige bleiben. So perlte es ebenfalls über den Köpfen der "Spritznixen" sowie der ersten Männermannschaft der Ortsfeuerwehr Garitz/Bornum, an der die anderen Teams auch nicht vorbeikamen. Ihre 21,88 Sekunden waren einfach nicht zu unterbieten, obwohl es die Kameraden aus Tryppehna versuchten. Mit 25,04 Sekunden schafften sie es auf den zweiten Rang. Platz 3 teilte sich Reetz mit der zweiten Mannschaft der Gastgeber. Beide Teams stoppte die Uhr bei genau 28,16 Sekunden. "Zeitgleich, das kriegt nicht jeder hin", bemerkte da Mario Rudolf, als er die Pokale und Urkunden überreichte.

Als Letztplatzierte erhielten die Thießener einen Trostpreis. Beim Blick auf den Gerstensaft ärgerte sich so mancher, dass er sich derart ins Zeug gelegt hatte. "Hätten wir das gewusst...", entfuhr es jemandem lachend. Überhaupt war die Stimmung hervorragend. Teilnehmer und Besucher genossen sichtlich die gesellige Veranstaltung, bei der Höhentaugliche mit dem Zerbster Hubsteiger die Szenerie aus der Vogelperspektive betrachten konnten.

Natürlich durfte eines an diesem Nachmittag nicht fehlen: das spaßige Dauerduell um den "Roten Hahn". Nach vier Jahren hatten sich die Thießener den Pokal 2010 geschnappt. "Der ist nur geliehen", hatte Mario Rudolf ihnen damals schmunzelnd prophezeit. Und der Ortsbürgermeister sollte Recht behalten. Diesmal entschieden die Garitz/Bornumer Männer den direkten Vergleich im Löschangriff wieder eindeutig nach 23,29 Sekunden für sich.

 

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