Arbeitseinsätze haben an der Lindauer Grundschule "An der Burg" Tradition. So war es am vergangenen Freitag wieder einmal soweit. Eltern, Lehrer, Mitarbeiter und Kinder machten sich gemeinsam daran, auf dem Schulgelände Hand anzulegen.

Lindau. Ende April wurde der "Schlachtplan" entworfen. Mit dem Elternratsvorsitzenden Tobias Fechner und der Vorsitzenden des Fördervereins Annett de Vries unternahm die Leiterin der Lindauer Grundschule, Margitta Sens, eine Schulhofbegehung. "Wir sind in alle Ecken gekrochen", so die Direktorin.

Die drei registrierten, was erneuert, repariert, gestrichen oder einfach nur sauber gemacht werden müsste. Berücksichtigung fanden auch die Mängel, die der TÜV bei der letzten Abnahme festgestellt hatte.

Fühlstrecke aufgefüllt und ausprobiert

Dem Aufruf zum großen Arbeitseinsatz am vergangenen Freitag folgten nun an die 20 Elternteile. Natürlich machten auch die Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schule mit. Außerdem ließen es sich eine ganze Reihe Mädchen und Jungen nicht nehmen, mitzuhelfen und ihre Eltern zu unterstützen.

Die Kinder hatten es beispielsweise übernommen, die Fühlstrecke zu erneuern. Die einzelnen Bereiche wurden mit neuem Material aufgefüllt. Da wurden anschließend auch gleich die Füße nackig gemacht, um mit geschlossenen Augen über Kienäpfel, Schotter, Schafwolle oder eine Mischung aus Erbsen, Bohnen und Linsen zu laufen.

Aber auch für die Arbeit mit Pinsel und Farbe waren die Kids zu begeistern. So erhielten die Holzgeräte, Tische und Bänke einen neuen Anstrich oder eine neue Schutzlasur.

Die schwerste Arbeit hatten sich einige Vatis vorgenommen. Die Einfassung um das Klettergerüst sollte erneuert werden. Morsche Palisaden mussten durch neue ersetzt werden. Das erwies sich deshalb als schwierig, weil die Palisaden tiefer als erwartet in den Boden ragten.

Zu den Arbeiten, die der Verschönerung dienten, gehörten sowohl das Ausschmücken des Eingangsbereichs mit neuen Fensterbildern als auch das Bepflanzen der Blumenkästen. Mühselig war es, dem Unkraut zwischen den Pflastersteinen Herr zu werden, ebenso das Verschönern der Sportanlage. Die Laufstrecke wurde behackt und die Weitsprunganlage, die wohl öfter als Hunde-toilette zu dienen scheint, gereinigt.

Hinterer Schulhof kommt später dran

Der hintere Bereich des Schulhofes blieb bei der Aktion allerdings außen vor. Da sollen erst noch die Bauarbeiten am Halbschalenturm der Burganlage greifen. Anschließend kann dort der Platz zum Zweifelderballspielen neu gestaltet werden.

Schulleiterin Margitta Sens freute sich wieder über die Bereitschaft der Muttis und Vatis, mitzuhelfen. Ihr Dank geht sowohl an die, die vor Ort arbeiteten, als auch an die, die gespendet haben und die Sponsoren, die die Schule unterstützen.

Der Elternratsvorsitzende Tobias Fechner war zufrieden, dass bei der Aktion der rührige Stamm der Eltern wieder mit dabei war. "Es sind eben meistens dieselben, die bereit sind, etwas zu tun", sagte er. Dabei hätten sicher auch noch einige andere Zeit gehabt, ist er überzeugt.

   

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