Die Sekundarschule Loburg will künftig enger mit anderen Bildungseinrichtungen kooperieren. Die Sekundarschule will sich damit etwas hervorheben und interessanter für künftige Schüler machen.

Loburg. In den Euro-Schulen Dessau/Aken hat die Sekundarschule Loburg einen kompetenten und interessanten Partner für die künftige Kooperation gefunden, sagte der Loburger Schulleiter Bernd Wesenberg. Denn die Euro-Schulen haben sich auf die Berufsausbildung und -vorbereitung spezialisiert. Das Thema treibt spätestens Schüler und Eltern zum Ende der Schullaufbahn um.

Doch wie können sich Schüler optimal auf den späteren Berufseinstieg vorbereiten? Lösungsansätze könne hier eine Sekundarschule nur bieten. Erfahrungen müssten die Schüler selbst sammeln, ist Bernd Wesenberg überzeugt. Im Rahmen von Praktika in Betrieben der Region suchen die Schüler bereits jetzt nach einem für sie geeigneten Arbeitsplatz nach dem Schulende.

Allerdings ließe sich das System noch verbessern, wenn sich die Schüler ab der fünften Klasse bereits mit dem Thema Berufswahl intensiv beschäftigen und sich gezielt mit einem späteren Berufswunsch befassen.

Darum soll es in der Kooperation zwischen den beiden Schulen vorrangig gehen. In dem zweiseitigen Koopera- tionsvertrag, den die beiden Schulleiter in dieser Woche schlossen heißt es: "Die Schulen nutzen die Vielfalt der Möglichkeiten, um ein Alleinstellungsmerkmal außerhalb jeglicher kommunaler Neugliederung auf dem Gebiet der Berufsorientierung, speziell im medizinal-sozialen, erzieherischen und pflegerischen Bereich sowie im gewerblich-technischen Bereich herauszubilden."

Bei den Euro-Schulen Dessau/Aken blickt Schulleiter Hartmut Heine auf langjährige Erfahrungen zurück. "Wir bilden die Berufe aus, die auch am Markt gebraucht werden", sagt er. Vor allem im medizinischen und pflegerischen Bereich suchen die Einrichtungen händeringend Fachpersonal.

Da sich nicht alle Schüler unter den verschiedenen Berufsbildern etwas vorstellen können, sollen die Fachleute der Euro-Schulen die Sekundarschüler für das Thema sensibilisieren. Damit will die Sekundarschule ihren Absolventen den Start in ein erfolgreiches Berufsleben erleichtern.

Nach den jahrelangen und anhaltenden Diskussionen um den Schulstandort Loburg sieht Schulleiter Bernd Wesenberg eine Möglichkeit, seine Einrichtung für Eltern und Schüler attraktiver zu machen. Eng unterstützt wird er dabei vom Förderverein der Schule. Die Mitglieder unterstützten in dieser Woche einen Sporttag der Sekundarschule, wobei am Rande der Kooperationsvertrag unterzeichnet wurde.

Yvonne Dormagen, die Vorsitzende des Fördervereins, unterstützt mit ihren ehrenamtlichen Mitstreitern die Sekundarschule und hat die Kooperation mit vorgeschlagen. Damit sich beide Einrichtungen näher kennenlernen konnten, gab es in dieser Woche einen gemeinsamen Sporttag. Hier betätigten sich Lehrer und Schüler beider Einrichtungen gemeinsam bei Mannschaftsspielen.

Zahlreiche Sponsoren aus der Region haben den Förderverein und damit die Schule wieder unterstützt, sagte Yvonne Dormagen zufrieden. So konnte der Verein auch kleine Preise an die besten Spieler verteilen.

Viel wichtiger als der Sporttag ist den Mitgliedern allerdings die Neuausrichtung ihrer Sekundarschule, unterstrich Yvonne Dormagen. Zukünftig soll die Sekundarschule bessere Angebote machen können und damit für viele Elternhäuser interessanter werden.

Besonders für die Zukunft der Schule sei dies wichtig, betont sie. Seit Jahren kämpft die kleine Schule für ihren Erhalt.

Daneben sei es wichtig, dass die jungen Schulabsolventen optimal für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden und in der Region einen Arbeitsplatz finden. Hierzu suchen die Mitglieder des Fördervereins auch Kontakt zu den Unternehmen in der Region. "Wir wollen, dass unsere Kinder später einmal in der Region bleiben und hier ihre Familien gründen", sagt sie weiter.

Hinter den Kulissen ist deswegen der Förderverein aktiv und spricht auch mit Firmeninhabern über eine Unterstützung der Schule.