Zu den Besten gehörten David Specht und Marco Kelch beim Leistungsflügen nicht. Zufrieden sind sie aber trotzdem und werden ihr Glück auch wieder versuchen.

Von Cordula Bischoff

Luso. Fast unaufhörlich fahren die Traktoren mit ihren Anhängern auf den Hügel mit gemähtem Gras. "In rund sechs Wochen wird daraus Silage. Die brauchen wir für unsere Rinder", so Mario Gaube, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Bornum. Gerade ist er in Luso.

Zu denen, die immer wieder das Gras abkippen, gehören auch zwei junge Männer: Marco Kelsch und David Specht. Kürzlich nahmen sie am Wettbewerb im Pflügen in Quellendorf teil. Den veranstaltet alle zwei Jahre das Amt für Landwirtschaft, Flurerneuerung und Forsten. Bei dieser Leistungsschau belegten sie den 3. (David Specht) und 4. Platz (Marco Kelch). "Es waren aber auch nur vier Teilnehmer bei uns im Rennen", lachen der 22- und 23-Jährige.

Beim Wettbewerb bekam jeder Teilnehmer seine eigene Strecke vorgegeben. Gewertet wurden die Spaltfurche, das Aufpflügen und die Arbeitstiefe der Furche. Wichtig war, dass die Furchen nach dem Pflügen sehr sauber waren und gerade. "In einem Stück waren viele Querungen im Boden, dadurch ist der Pflug immer wieder rausgehobst. Pech gehabt", so Marco Specht.

Enttäuscht vom Abschneiden? "Ach was. Wir haben uns ja freiwillig zum Wettbewerb gemeldet", wischt David Specht die Frage eher beiseite. "Ich wollte sehen, was ich kann, wo ich im Vergleich mit anderen stehe. Außerdem wollte ich auch Erfahrungen sammeln." Mit den gleichen Motiven ging in Quellendorf Marco Kelch an den Start des Leistungspflügens. "Ich bin ehrgeizig, wollte wissen, was ich kann. Sicher muss ich noch einiges lernen, wie der Wettbewerb gezeigt hat. Aber enttäuscht von meinem Abschneiden bin ich wirklich nicht."

Dazu haben die ausgebildeten Landwirte auch keinen Grund, wie ihnen ihr Chef bestätigt. "Die beiden haben bei uns gelernt", so Mario Gaube. "Seit sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sind sie bei uns angestellt. Sie sind fleißig, zuverlässig und kennen sich aus. Sonst hätten wir sie nicht übernommen. Ob Ackerbau, Tierproduktion, Schweinefütterung - Marco und David können alles", erkennt er an. "Na ja, mit dem Melken haben sie es nicht so", lacht der Chef und klopft den Männern auf die Schultern. "Jetzt fahren sie die meiste Zeit Schlepper und Traktoren."

Beim nächsten Wettbewerb im Leistungspflügen wollen beide wieder an den Start gehen. "Vielleicht haben wir dann ja mehr Glück", hoffen sie.

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