Im Haupt- und Finanzausschuss trug Stadtrat Werner Bressel einen neuen Vorschlag zur Wiederbelebung des oberen Marktes vor: Blumenampeln an den Straßenlampen. Zudem werden noch in dieser Woche mehrere Blumenkübel bepflanzt.

Zerbst. Nach wie vor ist die Marktbelebung ein Schlagwort, das regelmäßig in Zerbst fällt. Stadtrat Werner Bressel (FDP) reichte nun während der Tagung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend einen Antrag zu diesem Thema ein: Er möchte durch die Verwaltung geprüft wissen, ob an der Straßenbeleuchtung des oberen Marktes Blumenampeln angebracht werden können - als Farbtupfer sozusagen.

Als funktionierendes Beispiel nennt Bressel in seinem Antragsschreiben die Breite und die Alte Brücke, die bereits mit Blumenampeln geschmückt sind. Des Weiteren würden die Laternen zur Weihnachtszeit ja ohnehin mit Lichterketten geschmückt. "Es ist ein Vorschlag. Eine Frage ist natürlich die Finanzierung, aber ich glaube Reserven sind immer noch vorhanden", lautet es weiter im Schreiben.

Die Antwort der Vertreter der Verwaltung kam prompt: Bernd Köhler, Leiter der Bauverwaltung, teilte mit, dass das Anbringen von Blumenampeln in nächster Zeit nicht möglich ist, da noch Gewährleistung für die Straßenleuchten besteht und sonst keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden könnten. "Wie lange wird das noch sein", hakte Bressel nach. Etwa vier Jahre.

Aber wie kann Weihnachtsbeleuchtung angebracht werden und Blumenampeln nicht? "Die Anbringung der Weihnachtsbeleuchtung ist bereits beim Kauf der Straßenlampen abgestimmt worden", teilt Bernd Köhler auf Nachfrage der Volksstimme mit. Das Anbringen weiterer Elemente sei hingegen nicht möglich.

Grünflächenamtsleiterin Kerstin Gudella fügte hinzu, dass wohl noch in dieser Woche die bereits auf dem Markt in Form riesiger Blumentöpfe stehenden Pflanzkübel begrünt werden. Insgesamt elf Stück davon gibt es. "Die Sommerblumen sind bestellt, in unterschiedlichen Größen, so dass die Bepflanzung optisch sehr schön werden wird."

Zur Problematik Blumenampel fügte Bauhofleiterin Regina Frens hinzu, dass das Anbringen von Ampeln an dieser Art von Leuchten schwierig sei. "Die Anbringung ist erst unterhalb der Leuchtelemente möglich. Die Ampel würde damit sehr niedrig hängen." Vandalen haben dann keine Probleme, die Ampeln zu erreichen.

Weitere Stadträte fragten nach, ob die Terrasse des anliegenden griechischen Restaurants begrünt wird. "Ja, auf jeden Fall", bestätigt Inhaber Christoph Tsatsis auf Nachfrage der Volksstimme. Wie genau diese Bepflanzung aussieht, steht bis dato jedoch noch nicht fest.

In diesem Zusammenhang fragte Ausschussmitglied Elard Schmidt (FFZ) nach, ob auf dem Markt nicht eine Bank fehle. "Ja, das tut sie", lautete die Antwort von Regina Frens. Durch den Terrassenbau sei den Abstand zur Bank zu gering gewesen. Die Bank ist abgebaut und eingelagert worden - solange, wie die Terrasse vorhanden ist.

Die Verwaltung wird nun den Inhalt des Antrages prüfen und schriftlich beantworten.