Unter dem großen Motto "Wald" läuft das Jahr 2011 international. Im Regionalen und vor allem in ländlicheren Gegenden ist der Wald aber nicht nur dieses Jahr präsent. Im Unterricht der Grundschulen ist Natur und Umwelt ein Dauerbrenner.

Tornau. Das Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Dabei sollen die Menschen verstärkt auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung hingewiesen werden. Umgesetzt wird es mit ganz unterschiedlichen öffentlichen Aktionen. Forstämter, Vereine und andere Einrichtungen sind daran beteiligt.

Aber Wald und Umwelt sind bereits bei den Kleinen ein ganz großes Thema. Was Recycling ist, dass Verpackungen mit dem Grünen Punkt getrennt in den Abfall kommen und wa-rum kein Müll im Wald liegen darf - all das sind Fragen, die die Schüler der Grundschule Steutz ganz schnell beantworten können. "Umwelt und Wald sind bei uns an der Schule ein ganz großes Thema", sagt Annett Ebert, Leiterin der Grundschule Steutz. "In Zeiten von Computern ist es uns wichtig, dieses Thema bei den Kindern präsent zu halten, mit anschaulichem, erlebnisreichem Unterricht oder Ausflügen versuchen wir das zu unterstützen", erklärte sie, als sie mit ihrer gesamten Schule einen Ausflug in das Jugendwaldheim Spitzberg machte, um mit ihren Kindern an den Waldjugendspielen teilzunehmen. "Vielleicht werden die Waldjugendspiele eine neue Tradition bei uns. Denn dem Brauch, jedes Jahr den Baum des Jahres bei uns zu pflanzen, können wir nicht mehr nachkommen, weil wir einfach keinen Platz mehr haben", sagt sie und lacht. Auch die mitgekommenen Lehrerinnen finden es gut. "Passt gut zu der Planarbeit Wald, die die vierte Klasse zu bewältigen hat", sagen sie einstimmig begeistert.

Es muss aber kein Jahr des Waldes sein, damit die Jüngsten sich mit dem Thema befassen: "Vor allem in den Klassen drei und vier hat Wald einen hohen Stellenwert", weiß Margitta Sens, Leiterin der Grundschule Lindau. Als besondere Aktion steht bei den kleinen Lindauern Ende Mai das Klimamobil auf dem Stundenplan. "Da werden unsere Schüler zu kleinen Klimaforschern", erzählt die Lehrerin, die das Mobil bereits im zweiten Jahr begrüßt und begeistert ist. In Vorbereitung auf diese Aktion haben die Schüler bereits einen Waldboden nachgebaut und ein Gewächshaus errichtet.

Durch Wandzeitungen über Wald, Bäume und Vögel des Jahres befassen sich die Schüler der Grundschule Dobritz mit der Natur. "Außerdem nehmen wir alle zwei Jahre mit der gesamten Schule an den Waldjugendspielen teil", sagt Rita Brand. Das nächste Mal im kommenden Schuljahr. Außerdem ist vergangenes Schuljahr eine neue Tradition ins Leben gerufen worden: Die vierten Klassen pflanzen zum Abschied einen Baum. Mit Obstbäumen wurde jetzt angefangen. Man kann gespannt sein, was noch dazu kommt.