Köthen/Zerbst.Offiziell hat die Badesaison bereits am 15. Mai begonnen. Da spielt die Qualität der Badegewässer natürlich eine entscheidende Rolle. In Sachsen-Anhalt überwachen die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte die Badegewässer - so auch in Anhalt-Bitterfeld.

Die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes führen alle vier Wochen Ortsbesichtigungen an den Badegewässern durch. Bei diesen nehmen sie Wasserproben, die vom Landesamt für Verbraucherschutz binnen kürzester Zeit analysiert werden. Dabei werden die mikrobiologischen Parameter Intestinale Enterokokken und Escherichia coli bestimmt. Beide Parameter sind Darmbakterien. Der Nachweis dieser Keime im Badegewässer weist auf fäkale Verunreinigungen hin, die krankheitserregend sein können.

Bei den Ortsbesichtigungen achten die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes auch auf Verschmutzungen in und an den Gewässern, wie etwa teerhaltige Rückstände, Glas, Plastik, Gummi oder andere Auffälligkeiten, wie Algenmassenentwicklungen. Zudem bestimmen sie die Sichttiefe, messen den PH-Wert und die Wassertemperatur. Wie in jedem Jahr begannen die Mitarbeiterinnen auch 2011 kurz vor dem offiziellen Start der Badesaison mit der Überwachung der Gewässerqualität. Die entnommenen ersten Wasserproben ließen keine Beanstandungen zu.

Zu den EU-Badegewässern, bei denen eine Beprobung alle vier Wochen Pflicht ist, zählen in Anhalt-Bitterfeld drei Badestellen am großen Goitzschesee sowie das Strandbad Sandersdorf, der Akazienteich Aken und das Seebad Edderitz zu den EU-Badegewässern.

Zudem gibt es so genannte "wilde Badestellen", die ebenfalls beprobt werden. Im Zerb-ster Bereich sind das der Gödnitzsee, die Kiesgrube Zerbst und der Deetzer Teich. Im ehemaligen Landkreis Köthen gehören der Molkerteich, Löbitzsee und der Schachtteich dazu. Der Blaue See bei Burgkemnitz, zwei Badestellen am Muldestausee, eine an der Goitzsche auf der Halbinsel Pouch sowie der Ludwigsee bei Holzweißig sind es im Bitterfelder Raum.

Mancher Zerbster nimmt gerne auch ein Bad im Dannigkower Plattensee. Hier ist der Landkreis Jerichower Land für die Qualitätsprüfung zuständig. Pressesprecher Henry Liebe bestätigt dem See eine ausgezeichnete Wasserqualität.