Bereits 2009 wurde die von der Zerbster Straße zum Spielplatz abzweigende Gasse in Hohenlepte mit Bitumen befestigt. Nun steht der Beitragssatz fest, mit dem die Grundstückseigentümer des Dorfes an der Finanzierung der Maßnahme beteiligt werden. Dieser beläuft sich auf rund 17 Cent pro Quadratmeter. Mit den Bescheiden ist wohl ab Juni zu rechnen.

Hohenlepte. Wie so oft waren die Ratsmitglieder auf der Sitzung am Mittwochabend unter sich. Dabei hatte Ortsbürgermeister Johannes Schäm diesmal durchaus mit einigen Gästen gerechnet. Er staunte, dass es anscheinend keinen Hohenlepter interessierte, was er für den Ausbau der Gasse bezahlen muss. Zumal die eine oder andere Frage, die sicherlich auftaucht, hätte beantwortet werden können. Jetzt werden die Grundstücksbesitzer des Dorfes spätestens beim Eintreffen der Bescheide mit der Beitragshöhe konfrontiert, mit der sie an der Finanzierung der bereits 2009 durchgeführten Maßnahme beteiligt werden.

Damals wurde die von der Zerbster Straße abzweigende Gasse auf einer Länge von 170 Metern befestigt. Die drei Meter breite, von Banketten eingefasste Fahrbahn erhielt eine Bitumendecke. Daneben wurde oberhalb des Spielplatzes neben der Fahrspur eine Ausweichfläche geschaffen - 31 Meter lang und zwei Meter breit. Zu guter Letzt beinhaltete das Projekt die Pflasterung der Spielplatz-Zufahrt.

Die anfangs auf 46000 Euro geschätzten Gesamtkosten beliefen sich letztlich auf rund 49000 Euro. Über die Dorferneuerung floss ein Zuschuss über gut 24000 Euro, der jeweils zur Hälfte auf den Anteil der Gemeinde (46,7 Prozent) und den der Bürger angerechnet wurde. Daraus ergab sich eine Summe von ganz genau 14067,52 Euro, die jetzt auf sämtliche Grundstücksbesitzer von Hohenlepte umgelegt wird. Dass nicht nur die direkten Anlieger der Gasse zahlen müssen, hängt mit der geltenden Satzung zusammen, nach der im Ort wiederkehrende Straßenausbaubeiträge erhoben werden. Das heißt, bei jeder Maßnahme werden stets alle beteiligt.

Bleibt die Frage: Welche Kosten kommen auf die Bürger zu? Dazu ist der umlagefähige Betrag durch die ermittelte anrechenbare Fläche von 81023,38 Quadratmetern zu teilen. Damit errechnet sich ein Beitragssatz von exakt 0,173623 Euro pro Quadratmeter - bei der Vorstellung des Projektes lag die Schätzung zwischen 17 und 18 Cent. Allerdings ist zu erwähnen, dass die zu veranlagende Fläche nicht einfach der Grundstücksfläche entspricht. Die Anzahl der Vollgeschosse eines Gebäudes spielt da ebenso eine Rolle wie die Art der Nutzung.

Die Bescheide gehen wohl frühestens im Juni raus. Vorher muss der Zerbster Stadtrat die vorgestern vom Ortschaftsrat einstimmig befürwortete Beitragssatzung beschließen und diese im Amtsblatt veröffentlich werden.