Mit einem Erfrischungscocktail wurden die Besucher des Oase-Gottesdienstes am vergangenen Sonntag in St. Bartholomäi begrüßt. Der süße und ungewöhnliche Empfang sollte sie auf das diesmalige Thema "Summertime" einstimmen.

Zerbst. Die Kirche zeigte sich in ungewöhnlicher Kulisse. Da standen Liegestühle mit Sonnenschirm, ein Strandkorb mit Muscheln, eine Reisezielkarte und ein gefülltes Wasserbassin, in dem kleine Schiffe schwammen. Und in der Mitte ein Weinstock. Wie das alles zusammenhing, sollten die Besucher im weiteren Verlauf des Oase-Gottesdienstes noch erfahren. Musikalisch stimmten Rainer Schulze an der Klarinette, Jakob Eger an der Bratsche, Sabine Neumann an der Flöte und Kantor Tobias Eger am Klavier und Flöte mit fröhlichen Stücken auf den Gottesdienst ein.

"Sommerzeit im Mai, geht denn das?", fragte Pfarrer Michael Blasczyk zu Beginn. Ja das ginge, denn für viele ist diese eine Zeit, nach der sie sich sehnen, nach warmen Tagen, nach Urlaub, nach Erholung. Andererseits ist auch die Zeit der höchsten Aktivität, wie ein kleines Anspiel über einen Reisenden, der durch die Welt hastet, aufzeigte. Die Geschichte des Mannes amüsierte, er hatte Vieles gesehen, wusstejedoch nicht mehr, an welchen Orten er eigentlich gewesen ist. So schloss sich eine weitere Frage an: Wie sollte man den Sommer, der auch Lebenssommer ist, verbringen, um nicht wie der hastende Reisende zu sein. Die Antwort fand sich im Weinstock und im Evangelium des Johannes: "Ich bin der Weinstock und ihr sei die Reben". Meditativ luden die Mitwirkenden ein, über den Wein und seine Jahreszeiten nachzudenken. Hinter dieser Symbolik verbirgt sich der Glaube an Jesus Christus und an die Verbundenheit mit ihm, die auch in einem hastigen Lebenssommer im Handeln und Miteinander ihren Platz finden sollte, um nicht nur mit den Weinstock, sondern auch mit seinen Mitmenschen und mit sich selbst verbunden zu bleiben.

Der Oase-Gottesdienst bietet den Besuchern jedes Mal die Gelegenheit, sich an verschiedenen Stationen einzubringen. So waren sie eingeladen, gefaltete Schiffe mit ihren Wünschen auf eine Reise zu schicken, sich ein Glas mit Sand zu gestalten, sich zu treffen und über die eigenen Urlaubspläne zu unterhalten. Anschließend kamen sie wieder zusammen, um den Gottesdienst mit einem Agapemahl ausklingen zu lassen.

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