Zerbst. Nach den "doch recht ordentlich verlaufenen und mit positiver Resonanz vom Publikum aufgenommenen 11. Internationalen Fasch-Festtagen", so der Präsident der Internationalen Fasch-Gesellschaft, Bert Siegmund, widmete sich das Präsidium auf seiner jüngsten Tagung jetzt ersten grundsätzlichen Fragen der Vorbereitung der Fasch-Festtage 2013."Fasch und Dresden" ist der Arbeitstitel. 2013 jährt sich zudem der 325. Geburtstag Faschs.

Gegenwärtig richtet das Präsidium alle Aufmerksamkeit auf das Erstellen der grundsätzlichen inhaltlichen Konzeption für die Festtage 2013.

In Anbetracht durchweg geringerer finanzieller Mittel, so Kulturamtsleiter Andreas Dittmann, bestehe im Stadtrat und überhaupt ein Spannungsfeld zwischen "Hochkultur" und "kultureller Grundversorgung". Dabei dürfe es jedoch kein "Oder" geben - beides werde gebraucht. Wichtig wäre ein dauerhaftes und belastbares Bekenntnis des Stadtrates zur Kultur und damit auch zu den Fasch-Festtagen. Das Festival sei, so Dittmamn, in die lang-fristige Finanzplanung eingearbeitet. Es komme dabei darauf an, mit den verfügbaren Mitteln, "viele Menschen zu erreichen".

Und es müsse auch stärker darum gehen, den Bogen zu Fasch ebenfalls über Katharina II., vormals Anhalt-Zerbster Prinzessin, als vor allem internationales Alleinstellungsmerkmal zu knüpfen.

Im Präsidium, so Bert Siegmund, ist die anvisierte Verkürzung der künftigen Festtage auf nur ein langes Wochenende schon beraten worden. Das Konzertangebot solle auch auf neue Aufführungsorte und mit kleineren Ensembles konzentriert werden, ohne auf attraktive "Großkonzerte" gänzlich zu verzichten. So gibt es die gereifte Absicht, 2013 den Dresdner Kreuzchor zu verpflichten.

Ein Beratungsschwerpunkt war die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit und insbesondere die Werbung für die Fasch-Festtage: langfristig, klar konzeptionell ausgerichtet, verbunden auch mit der Suche nach innovativen neuen Wegen.

Bert Siegmund wies auf die Wissenschaftlichen Konferenzen hin, die jeweils zu den Festtagen abgehalten wurden. Diese "ernsthafte wissenschaftliche Arbeit ist ein bedeutender Bestandteil der Fasch-Forschung", hob er hervor. Der Konferenzbericht der jüngsten Tagung ist Ende 2011 zu erwarten. Das "Fasch-Werke-Verzeichnis", so der Präsident auch, heiße künftig "Fasch-Repertorium".