Umweltbildung für Kinder und Jugendliche gehört zu den Angeboten des Naturpark Fläming e. V. Seit Herbst ver-gangenen Jahres gibt es das Projekt "Junior Ranger". Die Garitzer Gruppe beschäftigte sich bei ihrem jüngsten Treffen mit dem Storch.

Garitz. Jeden Monat treffen sich die Junior Ranger einmal. In Garitz steht im Infopunkt des Naturpark Fläming e. V. dafür ein Raum zur Verfügung. Es sind etwa 20 Kinder, die hier mitmachen. Die Veranstaltungen sind öffentlich, erklärt Koordinatorin Karin Freihorst. Natürlich brauche man aber einen festen Stamm, um die Aktionen durchführen zu können. Dieser feste Stamm sind die Hortkinder, die in Garitz betreut werden. Die kommen an den Nachmittagen rüber in die ehemalige Stärkefabrik. Und sie kommen gern, um mehr über die Tiere, Natur und Umwelt zu erfahren.

Bei den zurückliegenden Veranstaltungen ging es um den Biber, es wurde zu Weihnachten mit Naturmaterialien gebastelt, es fand eine Winterwanderung mit Spurensuche statt.

Zum Frühlingsbeginn stand am Mittwoch nun der Storch im Mittelpunkt. Janet Löhn, die künftig gemeinsam mit Felicitas Mitsching die Garitzer Junior Ranger für die Dauer des Projektes betreut, vermittelte den Kindern einiges Interessantes über den Vogel, über den aber auch einige Kinder selbst schon ganz gut Bescheid wussten. Storcheneier, ein präpariertes Küken und einige Tafeln vom Loburger Storchenhof dienten der Anschauung. Interessiert waren die Grundschüler bei der Sache, hatten reichlich Fragen, aber auch Antworten parat.

Passend zum bevorstehenden Osterfest bestand der zweite Teil der Veranstaltung aus dem Bemalen von Eiern. Diese sollten aber nicht irgendwie bemalt werden, sondern Vogel-eiern in der Natur nach- empfunden werden.

Natürlich sollen die Junior Ranger so oft wie möglich draußen in der Natur aktiv werden, so Karin Freihorst. In einer nächsten Aktion sollen beispielsweise Nisthilfen gebaut und angebracht werden, verriet sie schon einmal.

Die "Junior Ranger" sind keine neue Erfindung des Naturparks Fläming. Man war bestrebt, ähnlich wie in den benachbarten Naturparks, ein Angebot zur Umweltbildung für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Das Projekt ist ursprünglich ein europäisches Jugendprojekt mit dem Ziel, Jugendliche an die Werte der Natur, an deren Schönheit und Empfindlichkeit heranzuführen.

Innerhalb von zwei Jahren sind nun Junior Ranger-Gruppen an verschiedenen Standorten aktiv – im NABU-Zentrum "Im Stadtwald" Wittenberg, im Naturparkinfozentrum in Jeber-Bergfrieden und eben im Infopunkt in Garitz. Der Naturpark Fläming e. V. trägt und koordiniert das Projekt aus dem Förderprogramm "Lokales Kapital" mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

An allen Standorten wurde das Projekt gut angenommen, freut sich Karin Freihorst. Ziel ist es, dass nach Auslaufen der Förderung diese Gruppen auch alleine weitermachen, sich engagierte Eltern oder Bürger finden, um die begonnene Arbeit fortzusetzen.

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