Isterbies/Hobeck. Die Leader-Region Mittlere Elbe-Fläming hat vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die vierte Rate der Fördermittel zugeteilt bekommen. Damit stehen für Projekte in der Region im Jahr 2011 nochmals 625 000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung, sagte Leader-Managerin Elke Kurzke. Aktuell schickt sie zurzeit die Fördermittelbescheide für die beanragten Projekte heraus. Vom neuen Geldsegen profitieren die Ortschaften Hobeck, Isterbies und Friedensau in der Stadt Möckern, sagte sie.

In Hobeck wird das Geld zur Gestaltung des Gemeindehofes eingesetzt. Womöglich reiche die Förderung hier für den ersten und zweiten Bauabschnitt in diesem Jahr. Mit dem Geld sollen Dächer saniert werden. Anschließend gehe es in die Innensanierung, kündigte Elke Kurzke an.

In Friedensau gibt es Geld für die Herrichtung einer Ladencafes in einem ehemaligen Gerätehaus der Feuerwehr. Hier sollen sich die Einwohner des Ortes treffen sowie ihre täglichen Einkäufe erledigen können.

Mit der Förderung komme außerdem ein weiteres wichtiges Projekt voran. Geld erhält nämlich das geplante Informationszentrum zur Straße gotischer Flügelaltäre in der Kirche Isterbies. Ein Förderverein kümmert sich hier um den Aufbau der Straße der gotischen Flügelaltäre. Quer durch den Landkreis sollen Kirchen ihre historischen Schätze einem interessierten Publikum in Zukunft zeigen können. In Isterbies in der kleinen Dorfkirche soll das Zentrum der Straße liegen. Hier können sich die Besucher dann über die verschiedenen Kirchen an der Straße informieren.

Bislang hat die Leader-Region Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 2,1 Millionen Euro bewilligt werden, teilte Elke Kurzke mit. Außerdem flossen für 28 Projekte Zuwendungen aus dem europäischen Strukturfond in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Momentan hat die Leader- Region 19 Projekte in der Prioritätenliste, sagte sie weiter. Allerdings gibt es auch Schattenseiten des Projekts. Nach wie vor gehen gewerbliche Projektvorhaben leer aus. Dies liege an der bislang fehlenden Kofinanzierung des Landes Sachsen-Anhalt. Solange das Land nicht ebenso einen Anteil an den Projekten gibt, können die Mittel der Europäischen Union nicht abgerufen werden, sagte sie weiter.

"Ich hoffe auf das Verständnis der neuen Landesregierung", fügte sie an. Diese habe es jetzt in der Hand, die entsprechenden Projekte zu finanzieren.

Vorrangig werden in der Leader-Region gemeinnützige und gewerbliche Vorhaben unterstützt, die den Tourismus in der Region ankurbeln sollen. Außerdem gehe es daneben um die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.

Auch wenn das Leader-Projekt nun schon einige Jahre erfolgreich läuft, können sich noch weitere Interessenten melden, rät sie. Vorhabenträger, die ab 2012 eine Förderung anstreben, sollten sich jetzt bei der Leader-Managerin melden, rät sie. Im Internet ist die lokale Aktionsgruppe auch zu finden. Dort gibt es ausreichend Informationen zur Zielrichtung der Aktionsgruppe sowie den Möglichkeiten zur Förderung.

www.mittlere-elbe-flaeming.de

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