Zerbst. Während in der vorigen Woche 46 Schüler der Zerbster Ciervisti-Schule sowie 28 Loburger und Güterglücker Schüler an der Feierstunde zur Jugendweihe teilnahmen, kamen am Sonnabend nun in zwei weiteren Festveranstaltungen 71 Gymnasiasten mit ihren Eltern und weiteren Angehörigen in die Zerbster Stadthalle.

"Nun ist die Anspannung verflogen, kann der restliche Tag ruhiger angegangen werden", meinte der 14-jährige Julian, der noch vor wenigen Minuten mit seinen Klassenkameraden auf der Bühne im Scheinwerferlicht stand und sein Plüschtier als symbolischen Abschied von der Kindheit hinter sich geworfen hat. Doch vor diesem Programmpunkt fanden bereits kulturelle Höhepunkte statt.

Vom Landesverband Sachsen-Anhalt der Interessenvereinigung Jugendweihe e. V., Geschäftsstelle Dessau-Roßlau, organisiert, zeigte sich ein bunt umrahmtes Bühnenprogramm gefülltmit Tanz und Gesang. Dazu gehörten die Firedancers des CCZ "Rot Weiß" Zerbst mit dem "Flowerpower"-Tanz und dem "Alarm auf der Alm" bis zu Musikstücken der Pianistin Walentina Wachtel. Auch die "Tanzmäuse" sorgten für Unterhaltung und wurden mit viel Applaus belohnt. Silke und Dirk Spielberg begeisterten mit ihren Gesangsdarbietungen, alles vom Zerbster Eckhard Straube koordiniert, der für einen reibungslosen musikalischen Ablauf sorgte.

Als Festredner haben sich die Jugendlichen Holger Hövelmann ausgesucht. Gern nahm der Zerbster die Einladung an, zumal er bereits seit ungefähr 15 Jahren "Gastredner" ist. Für ihn ist es auch ein besonderes Jugendweihejahr, da seine Tochter die Jugendweihe erhielt.

Dabei erzählte er von diesem bedeutenden Tag, von den Vorbereitungen. Auch die Sorge der Eltern nannte er, die Sorge, ob beim Kleiderkauf auch die richtige Auswahl getroffen wurde und ob auch der Anzug zum Jungen passt. "Jedenfalls seht Ihr alle klasse aus", lobte er auf die Jugendweihlinge schauend, welches befürwortend die Eltern und Gäste mit Applaus bestätigten.

Holger Hövelmann wurde auch ernster, berichtete von den Anfängen der Jugendweihe vor 160 Jahren, in der Zeit, als wirklich mit dem Alter von 14 Jahren die Kindheit zu Ende war und das harte Arbeiten begann.

So wie der Festredner, so sprachen auch die Jugendlichen, wie Max Kaiser, im Namen aller die Dankesworte, gerichtet an Eltern, Großeltern und Lehrer.

Sie alle gaben Unterstützung und standen ihnen hilfreich zur Seite. Erwachsensein bedeutet mehr Verantwortung zu tragen, seinen weiteren Weg ins Leben zu suchen, bedeutet aber auch Spaß und Freude haben. So wünschte Holger Hövelmann den Jugendlichen einen gelungenen Tag, der – börsenmäßig ausgedrückt – ein ertragreicher Tag werden sollte.

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