Mit " TigerKids – Kindergarten aktiv " startet an der Güterglücker Kita im Herbst ein Projekt zur Bewegungs- und Ernährungserziehung. Die AOK Sachsen-Anhalt ist Partner bei dem Programm, das sich über drei Jahre erstreckt.

Güterglück. " Ab heute seid ihr TigerKids ", erklärt Susanne Neppert. Lächelnd streift sie den " Käferkindern " die leuchtendgelben Schirmmützen mit dem bunten Schriftzug über, der genau das verkündet. Danach drückt sie den Dreibis Sechsjährigen noch einen Tigerstempel auf die Hand. Die gestreifte Raubkatze wird die Mädchen und Jungen während des gesamten Projektes begleiten, das Susanne Neppert als Koordinatorin für Prävention bei der AOK Sachsen-Anhalt betreuen wird. Gemeinsam mit Jutta Peters, die als Regionalleiterin der AOK-Niederlassung Ost für den Bereich Anhalt-Zerbst / Köthen zuständig ist, ist sie an diesem Nachmittag in die Güterglücker Kita gekommen.

" Wir freuen uns ganz doll, dass wir den Zuschlag bekommen haben ", ist Kita-Leiterin Susanne Thiele glücklich, dass das Programm zur Gesundheitsförderung nun auch in ihrer Einrichtung umgesetzt wird. Zumal es " uns kein zusätzliches Geld kostet ", nennt sie einen nicht unwesentlichen Aspekt in Anbetracht der angespannten Finanzlage der Stadt Zerbst, in deren Trägerschaft sich die Kita befindet.

Jedes Jahr startet " Tiger-Kids " in 20 ausgewählten Kindergärten in Sachsen-Anhalt, wie Susanne Neppert berichtet. Der Güterglücker zählt 2010 dazu. Das fröhliche Frühlingsfest der " Käfergruppe " bietet den passenden Rahmen für die Vertragsunterzeichnung. Das Projekt selbst startet erst im September. Bei einem Info-Abend werden die Eltern vorab über dessen Inhalte und die Umsetzung unterrichtet. Bereits jetzt im April erhalten Susanne Thiele und Gruppenerzieherin Uta Elsner eine Schulung. Außerdem finde jährlich im Herbst ein Erfahrungsaustausch unter den Kindergärtnerinnen statt, erzählt Jutta Peters. Daneben werden in jedem Projektjahr Elternabende zu verschiedenen Themen angeboten. " Es sollen möglichst alle an einem Strang ziehen ", sagt Susanne Neppert. Das erhöht die Erfolgschancen.

Holzzug bringt die Lebensmittelgruppen

Ziel von " TigerKids " ist es, dem Nachwuchs frühzeitig gesunde Lebensgewohnheiten zu vermitteln. Denn wer als Kind richtig isst und trinkt, wird dies auch als Erwachsener tun. Deshalb sollen die Kinder auf spielerische Weise und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger lernen, sich ausgewogen zu ernähren und Geschmack an Obst, Gemüse und all den anderen wertvollen Nahrungsmitteln zu finden. Da dies nicht von heute auf morgen geschehen kann, erstreckt sich das Programm über drei Jahre.

Immer mit dabei ist der clevere Tiger, den Susanne Neppert den Güterglücker " Käferkindern " schon mal überreicht. Der plüschige Geselle wird die Mädchen und Jungen mit gesunder Ernährung vertraut machen. Dazu schlüpft er zum Beispiel in die Rolle des Lokführers eines Holzzuges, der die sieben Lebensmittelgruppen transportiert. Die Lok nebst zweier Waggons haben die beiden Frauen von der AOK auch bereits mitgebracht. Neugierig beäugen die Steppkes die Kohlköpfe und Paprikas aus Plastik. Genauso neugierig luchsen sie durch die durchsichtigen Wände der " Tiger-Kiste ", die aber noch zu bleibt.

Neben der Ernährung ist Bewegung ein weiterer Schwerpunkt des Projektes. Die Kinder werden animiert, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Mindestens eine Stunde sind sie täglich körperlich aktiv und dürfen toben. Sie sollen rennen, hüpfen und balancieren, was nicht nur Spaß macht, sondern gleichzeitig zur Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten wie Kraft, Gleichgewichtssinn und Koordination beiträgt.