Steutz l Die Steutzer Elbaue bot jetzt erneut die ideale Kulisse für einen Modellflugwettbewerb. Aus Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt reisten junge Bodenpiloten an, um sich an den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften für Segelflugmodelle zu beteiligen. 2010 war dieser sportliche Vergleich des Deutschen Aero Clubs ausgefallen, da auf Bundesebene kein Ausrichter gefunden werden konnte. In diesem Jahr übernahm der Zerbster Flugmodellsport- und Freizeitclub diese wichtige Aufgabe für die Nachwuchsentwicklung. Gleichzeitig stellte der Verein mit Josie Kilz das einzige Mädchen im Teilnehmerfeld.

Bei optimalem Flugwetter traten die Kinder und Jugendlichen in zwei Segelflugmodellklassen an. In der Klasse F3B-J wurden die Modelle mit Hilfe von Elektrowinden zunächst auf eine Ausgangshöhe von über 100 Metern befördert, während das Modell in der Klasse F3K-J aus der Hand gestartet wurde. Das heißt, einem Diskus gleich warfen es die ehrgeizigen Bodenpiloten mit Schwung schräg nach oben, um es dann im Fernlenkflug zu fliegen. Die Wertung erfolgte differenziert in den beiden Altersklassen Jugend bis 18 Jahre und Junioren bis 23 Jahre. Als Flugleiter agierten Reinhard Dylla aus Dresden und Joachim Löffler aus Kröbeln. Um die Auswertung kümmerte sich Robert Tamer aus Zerbst.

Nach einem gelungenen Wettbewerb fand schließlich im Beisein vieler Eltern, Großeltern und Betreuer die Siegerehrung statt. Für diese hatte die Firma Graupner wieder wertvolle Sachpreise zur Verfügung gestellt. Zu den Platzierten gehörten ebenfalls die Mitglieder des gastgebenden Zerbster Vereins. Sowohl im Zeit- als auch im Geschwindigkeitsflug belegte Paul Lehmann in der Klasse F3B-J den zweiten Platz. Erfolgreich ging der Ausscheid ebenfalls für Robert Plettner aus, der nicht nur einen dritten Platz belegte, sondern bei den Junioren in der Klasse F3K-J sogar siegte. Und während sich Eric Tschierswitz Bronze holte, kehrten Vincent Paul Kilz und Otto Besener mit zweiten Plätzen heim.

Möglich wurde die Austragung der Meisterschaften nicht zuletzt dank der Unterstützung der Steutzer Landwirte Gerhard Enzenberg und Michael Berner sowie der Agrargenossenschaft Steutz, die einmal mehr ihre Weideflächen für das Modellfliegen bereitstellten. Untergebracht waren die Teilnehmer im Landjugendheim des Albert-Schweitzer-Familienwerks. Die Organisation des Wettbewerbs lag in Händen von Wolfgang Albert, dem Vorsitzenden des ausrichtenden Zerbster Vereins.