Von Bayern über Irland bis ins Weltall entführte der Karnevalklub "Gold-Grün" Güterglück (GGG) beim Sandmannball das Publikum. Mit einem schwungvoll-amüsanten Programm boten die Jecken den Zuschauern in ihrer Jubiläumssession beste Unterhaltung.
Güterglück l Eine Bierlaune sorgte am Sonnabend für ein närrisches Programm. Denn aus einer solchen heraus hob vor 30 Jahren ein Sechsergestirn den Güterglücker Karneval aus der Taufe. An die Gründungsväter erinnerte GGG-Präsident Falko Zeidl, als er die Gäste des Sandmannballs zur Jubiläumssession begrüßte. Der Veranstaltung entsprechend hatten sich die Besucher in schmucke Nachthemden und bequeme Pyjamas geworfen - inklusive Plüschpantoffeln und Schlafmützen. Nur eines taten sie nicht - ins Bett gehen. Im Gegenteil. Begeistert verfolgten sie die unterhaltsamen Darbietungen der Jecken.

Pünktlich um 19.32 Uhr fiel in der voll besetzten Mehrzweckhalle der Startschuss. Der Elferrat marschierte mit der Garde ein, die kurz darauf ihre neue Choreographie präsentierte. Den schwungvollen Auftakt belohnte das Publikum mit einem dreifach donnernden "Güterglück helau!". Noch öfter sollte der fröhliche Schlachtruf lautstark erklingen. Auch mit der unüberhörbaren Bitte um eine Zugabe geizten die Zuschauer nicht, wünschten sich häufig gleich mehrere.
Den ersten Nachschlag forderten sie bei First Step ein. Die jüngsten Nachwuchstänzerinnen der Gold-Grünen nahmen das Publikum als süße Außerirdische mit auf eine flotte Reise durch das Weltall. Raketenschnell flogen sie in ihren mit Sternen übersäten Kostümen und den silberglitzernden Haaren auf die Bühne. Modern wurde es mit der poppigen Nummer von Glitter Flash, die bei ihrer Zugabe mit einem weiteren Tanz überraschten genau wie die Ladykracher, die es swingen ließen. Auch die jungen Frauen von Sunshine überzeugten das Publikum - zunächst solo, später zusammen mit den Ladykrachers. Gemeinsam entführten sie mit "Lord of the Dance" auf die irische Insel. Angelehnt an den Film "Sister Act" brachte das Männerballett Nonnen zum Rocken, bevor es nach einer zügigen Verwandlung sein Talent beim Schuhplatteln bewies.

Ebenso schmunzelnd beobachteten die Zuschauer, wie Erna und Otto auf den Flieger warteten. Die Zeit überbrückte das ältere, von Sandra und Thomas Sadurski dargestellte Ehepaar, indem es in Urlaubserlebnissen schwelgte. Dabei nahmen die Erinnerungen an ihre bisherigen Reisen körperliche Gestalt an. Mittels bekannter Melodien setzten die Güterglücker Jecken die einzelnen Länder fantasievoll in Szene. Da stürmten beim Gedanken an die Karibik Säbel schwingende Piraten herein, während der Besuch von Frankreich das Moulin Rouge auferstehen ließ. Nach Kalinka-Klängen und ABBA-Musik, wilden Dschungeltieren und feschen Mexikanerinnen hatten Erna und Paul allerdings den Abflug verpasst. "Feiern wir eben hier eine Party", animierten sie die Gäste zu einer vergnüglichen Polonaise, bei der bald kaum mehr einer auf den Stühlen saß.
Wissen über den Karnevalklub war bei dem Quiz gefragt, dem sich fünf Zuschauer stellten. Rund um die liebste Jahreszeit der Jecken drehte sich das Lied, das Jeannette Kaiser zusammen mit Mary Tittel anstimmte. Zudem sollte sie als "Anti-Tratsch-Tante" Netty die Lachmuskeln der Anwesenden trainieren. Amüsierten Beifall erntete auch die Kinderbütt. Laura Niemann und Frauke Rieseler schlüpften dazu in die Rollen der beiden Polizistinnen Gisela und Gundula, die lustige Anekdoten ausplauderten.
Nicht fehlen durfte der feurige Cancan, der wie gewohnt das nahende Ende des von Vize-Präsident Uwe Tittel moderierten Programms ankündigte. Noch einmal fanden sich alle Mitwirkenden zum musikalischen Finale ein, ehe schließlich das Parkett zum Tanzen freigegeben wurde. So klang nach über zweieinhalb Stunden eine gelungene Veranstaltung aus, zu der neben den Akteuren auf der Bühne auch jene hinter den Kulissen beigetragen haben. Ein Dankeschön galt ebenfalls allen Sponsoren und Unterstützern des GGG. So konnte die Garde an diesem Abend mit wetterfesten Jacken ausgestattet werden.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.