Zerbst. Die Kastanienallee soll grundhaft ausgebaut werden. Bereits 2008, dann 2009, nunmehr 2010 sollte das Projekt beginnen. Doch kaum wurde am Mittwoch dem Bau- und Stadtentwicklungsausschuss die Vorplanung erläutert, verkündete Amtsleiter Bernd Köhler, dass nun auch in diesem Jahr für die Bauausführung kein Geld da wäre.

Fatal für die Vorarbeiten, wie Planerin Mary Heise vom Büro Giftge&Herbst im Volksstimme-Gespräch sagte. Denn die Vorplanungen und Absprachen gerade mit Wasserver- und Abwasserentsorger seien 2011 hinfällig. "Wir müssten alle Träger öffentlicher Belange im nächsten Jahr erneut um Stellungnahme bitten, denn die sind immer nur zwei Jahre gültig."

Die Kastanienallee wird also 2010 nicht abschließend ausgebaut. Dennoch wurden Einzelheiten zum Projekt vorgetragen. Demnach sollen die noch in Blaubasalt-Pflaster ausgeführten 207-Meter-Fahrbahn künftig asphaltiert sein. Ursprünglich sollten beidseits Geh- und Radwege angelegt werden, dann hätten jedoch Kastanien keinen Platz mehr. Der Ausschuss favorisierte, Richtung Jeversche Straße rechts nur einen Gehweg vorzusehen. Für die Radfahrer wird auf der Fahrbahn ein Radfahrschutzstreifen angelegt.

Sämtliche Kastanien müssen entfernt werden. Die erst jüngst gepflanzten können an anderen Stellen neu gesetzt werden. Sie alle stehen momentan genau auf dem Regenkanal. Der neue Kanal soll auf 115 Metern Länge 60 Zentimeter Durchmesser haben (Staukanal), um bei Sturzregenfällen ausreichend Platz fürs Wasser zu bieten.