Zerbst. Die Kinder des freien Kindergartens Zerbst starteten gestern mit einem Versprechen in den Tag: Sie wollen von nun an sparsam mit Papier sein und so oft wie möglich recyceltes Papier benutzen.

Wem sie dieses Versprechen gaben? Natürlich der Papierhexe, die in der ganzen Stadt das Papier weggehext hatte und dem Kasper, der die Hilfe der Kinder brauchte. So lernten sie auch, wo überall Papier gebraucht wird. Der Kasper konnte keine Brötchen holen ohne Papiertüte, keine Busfahrkarte kaufen, nicht auf Toilette gehen und auch nicht die Nase putzen. Selbst seine Cornflakes flogen in hohem Bogen in die Zuschauerreihen, weil die Verpackung fehlte.

Der Nashornvogel erklärte den Kindern, wie Papier hergestellt wird. Nämlich in dem der Regenwald abgeholzt und daraus das Papier hergestellt wird. "Braucht ihr denn so viel Papier?", fragte der Kasper die Kinder. "Nein", riefen sie zurück und sagten auch gleich, dass sie sogar ihr eigenes Papier herstellen.

"Der Kasper und das verschwundene Papier" nannte sich das Stück, dass Kita-Leiterin Silke Alarich mit FSJlerin Louisa Neumann und Ramona Vossler vom Umweltzentrum Ronney aufführte. Wie auch schon im vergangenen Jahr, war das Umweltzentrum Ronney in der Kita zu Gast und verteilte den Zuckertüten-Grizzly. "Es gibt für die Vorschulkinder einen Stundenplan, einen Radiergummi, einen Bleistift und ein Schreibheft aus recyceltem Papier", erklärte Vossler. Das Theaterstück als solches sei eine Premiere gewesen. Doch Papier spielt im freien Kindergarten schon seit längerem eine wichtige Rolle. So nahm die Einrichtung im vergangenen Jahr dort am Umweltkindertag teil. "In Zukunft wollen wir auch mit dem Umweltzentrum Ronney in den Themenbereichen Klima und Energie zusammenarbeiten", fügt Alarich hinzu.