Zerbst. Die Zerbster Stadtverwaltung wird in den nächsten Tagen die in der Stadt tätigen Wohlfahrtsverbände anschreiben und um ihre Personalvorschläge für den neuen Stadtseniorenbeirat bitten. Dessen Bildung hat in seiner jüngsten Sitzung nach dem Sozial-, Schul-, Kultur- und Sport- sowie dem Haupt- und Finanzausschuss auch der Zerbster Stadtrat beschlossen.

Grundlage war ein Antrag der SPD-Fraktion aus dem November vergangenen Jahres zur Bildung des neuen Gremiums. Dessen Vorgänger, die seit zehn Jahren als eingetragener Verein agierende Stadtseniorenvertretung (ein beratendes Gremium ohne direkte Anbindung), hat sich vor wenigen Wochen aufgelöst. Deren Mitglieder zeigten sich mit der Arbeitsweise der Vertretung unzufrieden. Zudem beklagten sie neben eigenen gesundheitlichen auch Nachwuchsprobleme.

Neun Mitglieder

Um jedoch weiter eine Interessenvertretung der Senioren zu gewährleisten, fiel die Entscheidung für eine vom Stadtrat gewählte Seniorenvertretung. Sie lehnt sich an der Struktur der Seniorenvertretung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld an.

Eine entsprechende Geschäftsordnung zur Gründung und Arbeitsweise des Stadtseniorenbeirates wurde erarbeitet, in den Ausschüssen diskutiert und dort wie jetzt auch im Stadtrat mit dem Votum zur Bildung des Gremiums an sich beschlossen.

Der Zerbster Stadtseniorenbeirat soll maximal neun Mitglieder bekommen, die aus ihrer Mitte den Vorsitzenden und den Stellvertreter wählen.

Amtszeit wie Stadtrat

Die Kandidaten für die Beiratsmitgliedschaft werden vorgeschlagen vom Zerbster Bürgermeister, vom Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschuss sowie von den städtischen Wohlfahrtsverbänden DPWV, Diakonisches Werk, Volkssolidarität, Arbeiterwohlfahrt, Lebenshilfewerk Anhalt gGmbH sowie Deutsches Rotes Kreuz.

Jeder der Genannten kann einen Kandidaten vorschlagen. Die Volkssolidarität, größter und in nahezu allen Orten vertretener Wohlfahrtsverband, hat das Vorschlagsrecht für zwei künftige Stadtseniorenbeiratsmitglieder.

Berufen werden die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Beirates vom Zerbster Stadtrat. Die jeweilige Amtsperiode ist identisch mit der vierjährigen Wahlperiode des Stadtrates.

Seine Empfehlungen kann der Zerbster Stadtseniorenbeirat in Form eines Beschlusses fassen. Mindestens die Hälfte der Mitglieder muss dazu anwesend sein.