Mitglieder verschiedener Ortsgruppen der Volkssolidarität trafen sich wieder in Gödnitz zum traditionellen Spargelfest. Für ein abwechslungsreiches Programm sorgten der Chor der Volkssolidarität Zerbst und die Tanzgruppe 50+ der Ortsgruppe Barleben.

Gödnitz. Fast jedes Jahr im Mai ist die Volkssolidarität in der Gaststätte "Zur Linde" in Gödnitz, um der Spargelzeit zu fröhnen. Der Einladung der gastgebenden Ortsgruppe Gödnitz/Flötz waren die Ortsgruppen Nutha, Lübs und der Zerbster Chor der Volkssolidarität gefolgt. Der Saal war voll, wie die Teller mit Schnitzel und dem schmackhaften Edelgemüse. Doch das Essen sollte nur ein Höhepunkt der Veranstaltung sein.

Zum abwechslungsreichen Programm trug der Zerbster Chor unter der Leitung von Karl-Heinz Holthaus bei. Frühlingslieder wurden gesungen und Gedichte rezitiert. Der ganze Saal war aufgefordert, in das Lied "Der Mai ist gekommen" einzustimmen. Bei den Vorträgen der Sangesgemeinschaft durfte zu gegebenem Anlass natürlich auch das Zerbster Spargellied nicht fehlen.

Etwa eine halbe Stunde lang präsentierte sich der Chor, der in seinen Reihen mit Hilda Schäfer eine 91-jährige und mit Hildegard Rahntzsch eine 90-jährige Sängerin hat. Dass das Singen ihnen gut tut, ist den beiden Damen anzusehen. Seit über 30 Jahren ist Hildegard Rahntzsch schon mit von der Partie. "Es macht einfach Spaß", sagte die Seniorin, die auch keine einzige Chorprobe verpasst. Auch bei Hilda Schäfer, die liebevoll die "Mutter der Kompanie" genannt wird, sind es schon über 20 Jahre, in denen sie den Sangesfreuden nachgeht.

Mit zwei Auftritten machten die Tänzerinnen und Tänzer der Volkssolidarität Ortsgruppe Barleben auf sich aufmerksam. Sie nennen sich Tanzgruppe 50+, was Rückschlüsse auf das Alter der Mitglieder ziehen lässt, obwohl die Spanne von unter 50 bis zu 75 Jahren reicht, wie es Ingrid Schmidt, die Leiterin, erklärte. Aus zehn Tanzpaaren besteht die Gruppe, die im September vier Jahre alt wird, derzeit. Mit acht Paaren war sie in Gödnitz.

Im ersten Teil des Programms war eine Polka, ein Rheinländer und ein Brückentanz zu sehen. "Nach volkstümlichen Liedern erarbeiten wir die Tänze allein", so Ingrid Schmidt. Mit Elena Makhortova steht der Truppe eine russische Trainerin zur Verfügung, die extra einmal in der Woche aus Berlin kommt.

In den Trachten in den Farben der Volkssolidarität waren die Damen und Herren auch im zweiten Teil beim Barleber Reigen und beim Schottentanz hübsch anzusehen. Ihre Uraufführung erlebte an dem Nachmittag die Stampfpolka. Die Barleber sind eine recht aktive Tanzgruppe, die schon beim Zerbster Heimatfest im vergangenen Jahr zur erleben war. Von zehn bis 16 Auftritten im Jahr erzählte Ingrid Schmidt. Zum Repertoire gehören neben den volkstümlichen auch Standardtänze. Auch mit Altberliner Weisen sind sie gerne gesehen.

Für die weitere musikalische Unterhaltung und die richtige Musik zum Tanzen sorgte außerdem noch Sieghard Kunze aus Coswig.

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