Die Kreisstraße zwischen Jet-Tankstelle und Ankuhnscher Mühle/Wegeberg wird bis Ende März 2011 grundhaft ausgebaut. Rund 850 000 Euro brutto wird das 700 Meter lange Straßenstück kosten. Zwei Brücken sind bereits neu errichtet.

Zerbst. Am 7. Juni sollen die Bagger anrollen. "Wir beginnen an der Einmündung Heidetorplatz in die Dobritzer Straße", erklärt Monika Riechert vom Hoch- und Tiefbauamt der Kreisverwaltung. Nach dem Neubau zweier Brücken – jede für sich hat ein Jahr beansprucht – soll nun der ganz normale Straßenausbau dazwischen und zu den Anbindungspunkten erfolgen. Das große Ziel, die Kreisstraße in ihrem gesamten innerörtlichen Verlauf auszubauen, ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste – der Bereich zwischen Heidetorplatz/Einmündung Dobritzer Straße (L 55) und Einmündung der Luther-Promenade in den Wegeberg – wäre mit dem unmittelbar bevorstehenden Straßenausbau abgeschlossen.

Das soll Ende März 2011 eintreten. So lange ist der Bauzeitraum für die Arbeiten in den drei Teilabschnitten der Straße veranschlagt – wie üblich wird in dieser Planung kein Winter einkalkuliert. Jeder Arbeitsausfall wegen Witterung schiebt das Ende des 1. Bauabschnittes folglich weiter ins Jahr 2011 hinein.

Der erste Teilabschnitt wird an der Jet-Tankstelle beginnen und an der Einmündung des Weges zum Wallgrund (Ecke Kinderarzt/Augenärztin) enden. "Mitte September soll das erledigt sein." Gebaut wird unter Vollsperrung. Während des bevorstehenden ersten Teilbauabschnittes wird eine provisorische Zuwegung über den Parkplatz des einstigen Lidl-Supermarktes zum Einkaufszentrum "Heidetorplatz" betrieben. Dort entlang werden auch die Patienten der Arztpraxen geführt.

Der gesamte Straßenverlauf bis zum Wegeberg wird voll gesperrt. Die Anwohner freilich werden stets zu ihren Grundstücken gelangen können. Gleiches gilt in der überwiegenden Zeit auch für Stadion-Besucher oder -Benutzer – auch sie sind in dem Fall "Anlieger". Während der gesamten Bauzeit, also bis mindestens Ende März 2011, werden die beiden Bushaltestellen ersatzlos außer Betrieb genommen. "Fahrgäste müssten in dieser Zeit auf die nächstgelegenen Haltestellen Schleibank und Dobritzer Straße ausweichen", so Frau Riechert.

Die rund 700 Meter lange Straße wird in einer Breite von 5,50 Metern normgerecht ausgebaut. Zur Straßenbreite zwischen den Borden hinzuzurechnen ist auch der beidseitige Gossenbereich – also wird die benutzbahre Fahrbahnbreite insgesamt 6,10 Meter betragen. Auf einer Seite der Fahrbahn wird ein kombinierter Rad- und Gehweg errichtet. Er wird eine Breite von 2,50 Metern haben. Die Bus-haltestellen werden neu angelegt und mit einem Behindertenleitsystem ausgestattet sein. Ferner wird die Straße eine neue Straßenbeleuchtung bekommen, auch die Ober- flächenentwässerung wird komplett neu angelegt. In Teilbereichen wird neue Trinkwasserleitung verlegt.

Der Kreis als Baulastträger der Straße wird auch die Nebenanlagen mit errichten lassen, jedoch die anteiligen Kosten von der Stadt Zerbst tragen lassen. Gleiches gilt auch für die Fläche vor dem Stadion-Eingang. Hier soll auch künftig geparkt werden können. "Die Fläche wird ihre Kontur behalten, aber sie wird befestigt. Die Stadt wird dies bezahlen, der Landkreis wird es im Rahmen des Straßenausbaus mit bauen lassen", erklärte Bernd Köhler, Amtsleiter der städtischen Bauverwaltung.

Um den Straßenausbau-Auftrag hatten sich acht Firmen beworben. Den Zuschlag erhielt die Zetieba Zerbst GmbH. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Zerbster Straßen ausgebaut, darunter jüngst auch die Heide.