Zerbst. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), der Botschafter der Russischen Förderation in der Bundesrepublik Deutschland, Vladimir V. Kotenev, sowie ein Vertreter des russischen Kultusministeriums werden Gäste der Einweihung des Katharina-Denkmals in Zerbst sein.

Das deutschlandweit erste Denkmal für die russische Zarin, die als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst geboren wurde, soll am 9. Juli enthüllt werden. Am 9. Juli 1744 trat sie vom evangelisch-lutherischen zum russisch-orthodoxen Glauben über und bereitete so die Verlobung mit dem Thronfolger Großfürst Peter am 10. Juli 1744 vor. Auf den 9./10. Juli 1762 fällt zudem die Übernahme der Regentschaft als Zarin von Russland.

Geplant ist zur Denkmaleinweihung ein Abendprogramm, das um 19 Uhr in der Zerbster Stadthalle mit einem Konzert der Anhaltischen Philharmonie Dessau beginnt. Unter anderem wird Musik von Tschaikowsky erklingen. Zur eigentlichen Enthüllung des Denkmals wird es ein Rahmenprogramm geben. Und der besondere Tag nicht nur für Zerbst endet mit einem Barockfeuerwerk.

Wen die Stadt am 9. Juli von der sachsen-anhaltischen Landesregierung begrüßen kann, steht derzeit, so Kulturamtsleiter Andreas Dittmann auf Volksstimme-Nachfrage, noch nicht fest.

Im Vorfeld der Stadtratssitzung hat am Mittwoch der Haupt- und Finanzausschuss über die Vergabe der für die wesentlich von der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld unterstützte Denkmalaufstellung notwendigen Bauarbeiten beschlossen. Sie sollen voraussichtlich in der kommenden Woche am Denkmalstandort vor dem Haupteingang der Stadthalle beginnen.

Für die Erd-, Beton- und Pflasterarbeiten erhielt die Zetieba Straßen- und Tiefbau GmbH Zerbst den Zuschlag. Die Elektroarbeiten übernimmt die Zerbster Firma Handrich & Sens GmbH.