Magdeburg l Mit großem Hallo nahmen heute die Magdeburger Kinder ihren neuen Spielplatz auf dem Werder in Besitz. Nachdem Oberbürgermeister Lutz Trümper, assistiert von den Knirpsen der Kita Storchennest, das Band vor dem Eingangstor durchtrennt hatte, gab es kein Halten mehr. Zu lange hatten die Mädchen und Jungen auf ihren neuen Spielplatz gewartet. Im Nu waren die Schaukeln und Wippen, der Kombiturm mit der großen Rutsche und der Kletter-Dino dicht umlagert.

Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg hatte Anfang August mit dem Bau der generationsübergreifenden Spiel- und Freizeitanlage begonnen. Unter dem Motto "Urzeit" ist die Fläche saniert und umgestaltet worden. Nun bietet das Areal unter anderem einen Kleinkindbereich für Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren, zwei Spielsandflächen mit einer Dino-Spielkombination und verschiedenen "urzeitlichen" Spielelementen für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren sowie einen Jugendbereich mit ausgedehnten Sportflächen, auf denen unter anderem Streetball und Beachvolleyball gespielt werden kann. "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Eröffnung des Spielplatzes in der Mittelstraße unter Berücksichtigung der verschiedenen Wünsche und Vorstellungen eine neu gestaltete, außerordentlich spannende Spiel- und Freizeitfläche auf dem Werder an die Öffentlichkeit übergeben können", so Oberbürgermeister Lutz Trümper.

Die Kosten für die Sanierung des neuen Spielparadieses beliefen sich auf rund 240000 Euro und wurde aus dem städtischen Haushalt finanziert. Mit einem Stadtratsbeschluss vom 8. Dezember 2011 war festgelegt worden, dass der Verkaufserlös des ehemaligen Spielplatzgrundstücks Mittelstraße in die Finanzierung des Neubaus der Spiel- und Freizeitfläche einfließen soll. Gegenwärtig ist der Verkauf noch nicht erfolgt. Nach Abschluss des Vorgangs wird die Zwischenfinanzierung ausgeglichen.

Die etwa 1500 Quadratmeter große Fläche befindet sich rund um den ehemaligen Eiskeller der Elbeinsel, was im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hat. Den unter Denkmalschutz stehenden Eiskeller in den Spielplatz zu integrieren, wäre teuer geworden. Ein Kompromiss sieht vor, die Fläche, unter der der Eiskeller liegt, vorerst mit einem Zaun abzusperren.