Das Aktionsnetzwerk "BlockMD" probte gestern Nachmittag auf dem Willy-Brandt-Platz, wie man eine Sitzblockade macht. Circa 30 Jugendliche platzierten sich auf mitgebrachte Sitzunterlagen, während eine Handvoll Netzwerk-Aktivisten als "Polizisten" auftraten. U.a. mit Plastikflaschen als Schlagstockersatz gingen sie zum Schein auf die Demonstranten los - während nur wenige Meter entfernt echte Beamte dem Treiben zusahen.

"Techniken des zivilen Ungehorsams sowie versammlungsrechtliche Grundlagen" sollten bei der Aktion vermittelt werden. Die Rechtmäßigkeit solcher Blockaden ist umstritten. "BlockMD"-Sprecher Robert Fietzke resümierte später: "Das heutige \'Probesitzen\' war ein gelungener Auftakt für die Proteste und friedlichen Blockaden, die wir am 18. Januar in Magdeburg erwarten." Dann wollen wieder Neonazis durch die Stadt marschieren, mehrere Bündnisse werden auf unterschiedliche Weise dagegen demonstrieren.