Mageburg (rr) | Bei einer Gedenkveranstaltung auf dem Westfriedhof ist am Donnerstagnachmittag der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 gedacht worden. Rund 70 Teilnehmer legten Blumen und Kränze an der Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffs nieder.

Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte in seiner Gedenkrede: "Wir verbinden unser Gedenken und unsere Trauer um die unzähligen Toten und unsere zerstörte Stadt mit der eindringlichen Mahung, dass wir nie vergessen, was geschehen ist, dass wir eintreten für ein friedliches Miteinander der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen, gegen Menschenverachtung und Fremdenhass, und dass wir in einer Welt voller Kriege und Konflikte nicht die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben der Völker verlieren und alles dafür tun."

Der Jahrestag dürfe nicht für "die geschichtsverfälschende Propaganda rechter Kräfte" missbraucht werden, so Trümper weiter.

Am Abend finden traditionell zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs vor 69 Jahren am Ende des Zweiten Weltkriegs statt, bevor um 21.28 Uhr, dem Zeitpunkt, als die Bombardierung begann, die Glocken der großen Kirchen in der Innenstadt läuten.