Magdeburg (rr) l Eine wilde Verfolgungsfahrt, mit der ein 21-jähriger Magdeburger vor einer Verkehrskontrolle flüchten wollte, ist am Mittwochabend mit einem Unfall zu Ende gegangen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dem Mann werden Autodiebstahl und andere Straftaten vorgeworfen.

Auf der Wolmirstedter Straße (Neue Neustadt) hatten Polizeibeamte gegen 22.20 Uhr eine allgemeine Verkehrskontrolle durchgeführt. Auch einen dunklen VW Golf wollten sie anhalten. "Der Fahrer beschleunigte stattdessen teilweise bis auf 130 km/h, überfuhr rücksichtslos vorfahrtsberechtigte Straßen und rote Ampeln und gefährdete damit erheblich andere Verkehrsteilnehmer", sagte Polizeisprecherin Beatrix Mertens.

Mit Blaulicht und Sirene verfolgten die Polizeibeamten den Golf durch die Innenstadt. "Im Lorenzweg und in der Großen Diesdorfer Straße versuchte der Flüchtende einen Zusammenstoß mit dem Funkwagen zu provozieren, in dem er bei Tempo 120 auf gerader Strecke eine Vollbremsung machte", so die Sprecherin weiter.

Der Golf sei schließlich in einer Kurve in der Straße Am Neuber in Diesdorf von der Straße abgekommen und in den Büschen zum Stehen gekommen. Der 21-jährige Fahrer und dessen 18-jähriger Beifahrer wollten zu Fuß weiter flüchten, konnten jedoch von der Polizei gefasst werden.

Nach Angaben der Polizei heraus war der Wagen zur Fahndung ausgeschrieben und mit falschen Kennzeichen ausgestattet. Der 21-Jährige besitze zudem keine Fahrerlaubnis.

Wie die Ermittlungen ergaben, war der Golf am 12. Ja­nuar bei einem Einbruch in eine Autowerkstatt an der Rogätzer Straße gestohlen worden. Die Kennzeichen stammten aus einem Einbruch in eine Garage An der Steinkuhle am 8./9. Dezember. Dort waren die Tafaln von einem Mercedes abmontiert worden. Der 21-Jährige wurde vorläufig festgenommen und in den Zentralen Polizeigewahrsam gebracht, inzwischen ist er auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder auf freiem Fuß. Er muss sich nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Die Polizei sucht Zeugen, die etwas von der Verfolgungsjagd beobachtet haben, Tel. 546 10 91.