Vorbereitungen auf die Lange Nacht im Kunstmuseum: Die Kindergruppe, die sich dienstags im Kloster Unser Lieben Frauen trifft, hat eigene Arbeiten hergestellt und möchte am 25. Januar Frieder-Heinze-Bilder vorstellen.

Altstadt l Isabella Hornemann taucht den Pinsel in die grelle Farbe, die auf einer Untertasse neben ihrem Arbeitsplatz im Atelier des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen angemischt ist. Auf einem T-Shirt, das vor ihr liegt, füllt sie Konturen aus, die sie vorher vorgezeichnet hat.

Isabella gehört zu einer Kindergruppe, die sich hier regelmäßig trifft, und sagt: "Wir bereiten uns hier auf die Lange Nacht im Kunstmuseum vor." Diese bricht am Sonnabend, 25. Januar, um 19 Uhr über der Regierungsstraße 4 bis 6 an. "Bei einem Rundgang haben wir versucht, hinter die Besonderheiten von Frieder Heinzes Bildern zu kommen", berichtet Nele Sosna. Auch sie kommt regelmäßig in den Klub der jungen Künstlerinnen.

Das T-Shirt, an dem Isabella, Nele und all die anderen Mädchen, die an diesem Tag gekommen sind, arbeiten, wird für sie in der Langen Nacht im Kunstmuseum die Dienstkleidung. Isabella sagt: "Wie zur vergangenen Nacht im Kunstmuseum werden wir den Besuchern wieder Bilder vorstellen, die uns besonders gefallen haben." Nele ergänzt: "Allerdings haben wir uns noch gar nicht genau entschieden, welches Bild wer von uns genau unter die Lupe nimmt." Das dürfte dann beim nächsten Treffen der Kunst-Kinder aus dem Kloster das große Tagesthema sein.

Die Gruppe trifft sich übrigens seit mehreren Jahren regelmäßig, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, aber eben auch, um den immer wieder wechselnden Ausstellunngen des Hauses auf den Grund zu gehen, in die Kunst einzutauchen und selbst mit Pinsel und Co. den Künstlern nachzuspüren. Im Falle von Frieder Heinze gelingt diese Strategie beispielsweise: Auf den T-Shirts sind flächige Figuren in auffälligen Farben zu sehen. Besonders viele Tiere haben dabei bei Isabella und Nele den Weg auf den Stoff gefunden, und Isabella sagt: "Bei den ,echten Frieder Heinzes\' sind wohl weniger Tiere zu sehen."

Friederike Bogunski ist freischaffende Künstlerin und betreut die Gruppe. Sie sagt: "Neben den T-Shirts haben die Mädchen auf dünnem Papier im A2-Format ihre eigenen Fantasiewelten im Stile von Frieder Heinze entwickelt. Auch diese Arbeiten wollen wir am 25. Januar zeigen."

Frieder Heinzes Bilder werden derzeit im Rahmen einer Sonderschau gezeigt. Abgesehen von der Langen Nacht im Kunstmuseum haben die Kunstliebhaber aus Magdeburg und Umgebung noch bis zum 9. Februar die Gelegenheit, seine Arbeiten in Augenschein zu nehmen.

Karten gibt es im Vorverkauf (pro Person 5 Euro, an der Abendkasse: 6 Euro; Familienkarte: 10 Euro) unter anderem im Volksstimme-Servicecenter an der Goldschmiedebrücke.