Magdeburg l Für einen Bandcontest, der sich talentierte Nachwuchsmusiker auf die Bühne holen will, ist es wichtig, am Puls der Zeit zu sein. Die Präsenz bei Facebook gehört ebenso dazu wie ein spritziger Name und ein attraktiver Ort.

Nachdem in den vergangenen Jahren dahingehend immer wieder Überlegungen vorgenommen wurden, haben die Städtischen Werke nun Nägel mit Köpfen gemacht. MusiCids heißt jetzt TalentVerstärker, anstelle des Projekt 7 finden die Vorausscheide in der Sudenburger Markthalle statt, eine Altersbeschränkung gibt es für Bewerber nicht mehr und einen Facebook-Auftritt gibt es ab heute auch.

Die zahlreichen Neuerungen, die sich zwar schnell zusammenfassen lassen, sind das Ergebnis eines langen Prozesses. Ideensammlung, Für- und Wider-Diskussionen, Machbarkeitsprüfung und Entscheidungsfindung hatten die Veranstalter zu bewältigen.

Studenten sind keine "Cids"

Eine Herausforderung sei vor allem die Namensfindung gewesen. "Uns lag eine ganze DIN-A4-Seite voller Namensvorschläge vor, darunter Titel wie SWM Energy Star Award, SWM Lautsprecher und Musik-Preis." Die Wahl fiel auf TalentVerstärker: "Mit diesem Namen betonen wir das Ziel unseres Projekts: Talenten eine Bühne geben, Chancen bieten, Dialog zwischen Bands und Partner n der Musikwelt fördern", erklärte Anja Keßler-Wölfer, Pressesprecherin der SWM.

Sich vom alten Namen zu trennen habe jedoch eine Menge Kraft gekostet, verriet Kirsten Schwalm, die den Bandcontest schon seit vielen Jahren betreut. "MusiCids war in Fleisch und Blut übergegangen", erklärte sie.

Dennoch sei die Umbenennung notwendig gewesen. In Gesprächen mit Bands und Teilnehmern habe man erfahren, dass sich viele unter dem Schirm "Cids" nicht wohlgefühlt haben. Schließlich lag die Altersgrenze für Bewerber bei 27 Jahren. Neben Schülerbands nahmen in den vergangenen Jahren verstärkt auch Studenten teil, die sich mit "Cids" nicht identifizieren konnten. Und da Studenten und Berufstätige keinen geringen Teil der Bewerber ausmachen, habe man sich auch dafür entschieden, die Altersbegrenzung komplett aufzuheben. "Wir hoffen, so wieder mehr Bewerber generieren zu können", erklärte Anja Keßler-Wölfer.

Und noch eine Neuigkeit haben die Veranstalter zu verkünden: Die drei Vorausscheide werden nicht mehr im Projekt 7 auf dem Unicampus stattfinden, sondern in der Sudenburger Markthalle - eine Lokalität, die Platz für bis zu 600 Besucher bieten kann.

Publikum darf mitentscheiden

Herbeigeführt habe den Wechsel des Veranstaltungsortes die Begrenzung der Besucherzahlen im Projekt 7. "In Zukunft soll das Publikum auch in den Vorausscheiden Einfluss auf die Nominierung fürs Finale haben."

Bewährtes bleibt bestehen

Trotz zahlreicher Neuerungen setzt der Contest auf Altbewährtes. Aus allen Bewerbern werden die besten 15 für die Vorausscheide nominiert, von denen wiederum sechs ins Finale geschickt werden. Auf die Vorausscheid-Gewinner wartet eine Songproduktion im Heartdisco-Studio und für den Finalsieger gibt es neben einem professionellen Bandcoaching die Produktion einer Maxi-CD in 400er Auflage. Der Sieger des Publikumspreises gewinnt einen Auftritt beim "Rocken am Brocken"-Festival. Infos zur Bewerbung lesen Sie im obenstehenden Info-Kasten.

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