Magdeburg l "Das war doch überhaupt nicht die Absicht gewesen", meldete sich Klaus Kutschmann, Stadtrat der CDU/BfM-Fraktion, nach dem Artikel über den gescheiterten Verkauf des Strandbads Barleber See zu Wort. Die Stadt hatte Strand und Campingplatz für (mindestens) 1,5 Millionen Euro angeboten. Obwohl es mehrere Bewerber gab, legte keiner ein schlüssiges und vor allem finanziell unterlegtes Nutzungskonzept vor. Die Stadt blies den Verkaufsversuch ab und wird nun frühestens 2023 einen neuen Anlauf dafür unternehmen.

"Doch einen Verkauf hatte ich nie im Sinn, es ging immer um eine Qualitätsverbesserung", gibt Kutschmann zu Protokoll. Er hatte vor mittlerweile drei Jahren einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht. Darin forderte er von der Verwaltung, ein Konzept zur Weiterentwicklung des Erholungsgebietes um und am Barleber See zu erarbeiten.

Dieses Entwicklungskonzept sollte die "Möglichkeiten der Privatisierung und Teilprivatisierung von Bereichen des Sport- und Freizeitangebotes beachten", hatte er damals formuliert. Ein Verkauf wäre für ihn nur die allerletzte Lösung gewesen. Es sollte lediglich darüber nachgedacht werden, private Investoren an der Neugestaltung der Anlagen zu beteiligen. Hintergrund: Gut 2,5 Millionen Euro an Sanierungskosten müssten in das in die Jahre gekommene Strandbad gesteckt werden. Aus seinem Antrag habe die Verwaltung dann eigenständig die Ausschreibung entworfen, so Kutschmann.

Für ihn ist die Sache nach dem Scheitern des Verkaufs auch noch nicht erledigt. Ein neuer Antrag, der die weitere Entwicklung des Strandbades im Blick hat, sei bereits fertig formuliert und soll auf der März-Sitzung des Stadtrates eingebracht werden. Die ganzjährige Nutzung des Areals stehe dabei im Fokus, z.B. mit Eislaufen im Winter, erklärt Klaus Kutschmann gegenüber der Volksstimme.