Magdeburg l Einer der größten Umzüge des Jahres ist (fast) vollbracht. Der Neuankömmling in der Stadt heißt Norma. Für 12 Millionen Euro hat der Handelskonzern ein neues Logistikzentrum im Norden Magdeburgs mit Lager- und Kühlhallen aus dem Boden gestampft. Von hier aus werden ab Freitag Märkte in mehreren Bundesländern versorgt.

Bis Sonntag soll der Umzug komplett abgeschlossen, die letzten Lebensmittel und weitere Waren aus dem Sortiment der Handelskette in den neuen Hallen eingelagert werden. Der alte Standort im brandenburgischen Ziesar, gleichfalls verkehrsgünstig an der Autobahn 2 gelegen, wird zeitgleich aufgegeben. "Wir kommen aus einer alten Kartoffellagerhalle", sagt Geschäftsführerin Ines Kaiser. Das allein erkläre schon, warum sie sich persönlich und ihre Mitarbeiter auf den neu geschaffenen Standort in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt freuen. Bis zu 70 Arbeitsplätze entstehen im neuen "Norma Logistikzentrum Mittelelbe" an der Wörmlitzer Straße 3. Es ist mehr als doppelt so groß wie das alte in Ziesar und freilich um einiges moderner. Entstanden ist im Gewerbegebiet Nord nahe der A2 eine Lagerhalle mit rund 16200 Quadratmetern, ein Kühlhaus mit 1600 Quadratmetern, ein Tiefkühlhaus mit 800 Quadratmetern, 41 Lkw-Docks sowie ein Verwaltungstrakt. Eine 12-Millionen-Euro-Investition, wobei auch Fördermittel des Landes flossen. 41 Lkw können am neuen Standort gleichzeitig abgefertigt werden. Von hier aus werden künftig die Märkte in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen beliefert. Insgesamt rund 70 Norma-Filialen. Und von hier aus kann der in Nürnberg ansässige Handelskonzern auch sein Ziel, weiter nach Niedersachsen zu expandieren, verfolgen. Magdeburg, wo das Unternehmen selbst schon mit mehreren Märkten präsent ist, biete als Standort beste Voraussetzungen dafür, betont Ines Kaiser.

Einige der Lieferanten sowie Tankstellen befinden sich gleich in der Nachbarschaft. Auf der A 2 und A 14 gelangen die beladenen Lkw zudem in fast alle Himmelsrichtungen. "Fehlt nur noch die Verlängerung der A 14 nach Norden, auf die wir natürlich auch hoffen", so die Niederlassungsleiterin.

Heute Abend aber soll erst einmal gefeiert werden. Zur Einweihung angekündigt haben sich im neuen Norma-Zentrum unter anderen Oberbürgermeister Lutz Trümper und die Beigeordneten Rainer Nitsche (Wirtschaft) sowie Dieter Scheidemann (Bau), schließlich handelt es sich um eine der wichtigsten Neuansiedlungen der letzten Jahre in der Stadt und speziell im Gewerbegebiet Nord. Für Rathauschef Trümper ist sie gar ein weiterer Meilenstein bei der Ansiedlung großer Unternehmen speziell im Norden der Stadt. Seit dem Jahr 2000 konnten in dem Gewerbegebiet rund 10000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gleichzeitig bescheinigt die Chefin des neuen Logistikzentrums der Stadt gute Arbeit, als es um die Frage der Ansiedlung des Unternehmens ging. Die Unterstützung sei von Anfang an gut gewesen, auch von Seiten der Bauverwaltung. "Das erlebt man so nicht überall", betont Ines Kaiser.

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