Magdeburg l Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde sollen im Süden der Stadt auf der Datenautobahn bald möglich sein. Die Telekom installiert in Sudenburg und Ottersleben ein Glasfaser-Netz.

Bevor der Ausbau des Netzes starten konnte, waren Immobilieneigentümer im Süden der Stadt gefragt: Über den sogenannten "Nutzungsvertrag für lichtwellenbasiertes Grundstücks- und Gebäudenetz" (NVGG) sollten sie das Einverständnis geben, dass Netzarbeiten bis ins Haus vorgenommen werden können, dass die Breitbandanschlüsse installiert werden können. "Haushalte, die den Nutzungsvertrag nicht unterschreiben, werden nicht an das neue Netz angeschlossen", verdeutlicht Telekom-Sprecher Georg von Wagner.

Beim Glasfaserausbau wird die Leitung bis in die Wohnung oder das Haus verlegt und für den Anschluss von Telefon, Internet und Fernsehen vorbereitet. In der Fachsprache wird dies "Fiber to the home" (FTTH) - Glasfaser bis in die Wohnung - genannt. Knapp 13 000 Haushalte sollen auf diesem Wege versorgt werden. Die Finanzierung liegt komplett in der Hand des Unternehmens.

Die Arbeiten in Sudenburg umfassen die Bereiche zwischen Leipziger Straße, Sudenburger Wuhne, Otto-Richter-Straße, Halberstädter Straße sowie Fermersleber Weg. Derzeit laufen Arbeiten entlang der Braunschweiger und Helmstedter Straße, so Georg von Wagner auf Volksstimme-Nachfrage.

Modernisierungsmaßnahmen sind in Ottersleben fast im kompletten Stadtteil vorgesehen. Bereits seit Dezember sind Bandbreiten bis 50 Megabit pro Sekunde (VDSL) möglich. Außerdem plant das Telekommunikationsunternehmen weitere Haushalte im Hopfengarten im Bereich der Gustav-Ricker-Straße ebenfalls an das Glasfasernetz anzuschließen.

Für die Internetversorgung werden in Sudenburg und Ottersleben Leitungen in einer Länge von 110 Kilometer neu verlegt und 120 Schaltverteiler installiert, welche die Glasfasertechnik beinhalten. Ist das Netz fertig gebaut, werden die Bewohner direkt über dessen Verfügbarkeit informiert. In Sudenburg soll der Netzausbau "bis Jahresende komplett fertig sein. Die einzelnen Abschnitte werden, wenn sie fertiggestellt sind, auch zugeschaltet", so von Wagner. Zunächst sollen Daten aus dem Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Megabit pro Sekunde abrufbar sein. In weiteren Schritten soll eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden.