Herrenkrug l Der Elbauenpark hat mit einer pfiffigen Marketingidee einen für die düsteren Wintermonate beachtlichen Besucheransturm ausgelöst und dabei auch noch Geld gespart. Nachdem der sonst übliche Wintereintritt von 1 Euro pro Person ab November erlassen wurde, besuchten den Park dreimal mehr Gäste als sonst in den Monaten November bis Februar. In der Zeit vom 1. November 2013 bis zum 28. Februar 2014 wird erstmals kein Eintritt in den Park erhoben.

Waren es im Vorjahres-Winterhalbjahr bei einem Eintrittspreis von einem Euro noch 8667 Gäste, die den Park im Zeitraum von November bis Februar besuchten, so konnten im laufenden - kostenfreien - Vergleichszeitraum 2013/2014 mehr als 28 000 Besucher gezählt werden. "Das Pilotprojekt `freier Winter-Eintritt in den Elbauenpark` ist ein voller Erfolg", sagte Steffen Schüller, Geschäftsführer der MVGM, die auch den Elbauenpark betreibt. Die Idee war allerdings noch unter seinem Vorgänger Hartmuth Schreiber umgesetzt worden. Mit der neuen Eintrittsregelung haben damit bisher mehr als dreimal so viele Gäste den Elbauenpark besucht wie im gleichen Vorjahres-Zeitraum. "Das entspricht einer Steigerung von über 300 Prozent", sagte Simone Rauhut von der MVGM. Der Park wird trotz des freien Eintritts Geld gespart haben, denn die Einnahmen aus den Eintrittspreisen dürften in den Vorjahren kaum die Kosten fürs Kassieren gedeckt haben. Außerdem sorgte die Aktion für einen Marketingeffekt. So mancher Besucher hat den Park wiederentdeckt und kommt in der Hauptsaison zurück.

Bis zum 28. Februar 2014 kann der Elbauenpark noch kostenfrei besucht werden. Im März kostet der Eintritt dann einen Euro pro Person. Im April beginnt die 15. Sommersaison zu den unveränderten regulären Tageseintrittspreisen (3 Euro, ermäßigt 2 Euro) mit vielen Angeboten und Veranstaltungen.

Für Interessierte, die das ganze Jahr über mehrfach den Park besuchen und dabei sparen wollen, gibt es die neuen Saisonkarten.

Die Gültigkeit der bis 31. Oktober 2013 erworbenen Jahreskarten verlängert sich automatisch um vier Monate. Jahreskarteninhaber sollen damit wegen des freien Eintritts in den Wintermonaten nicht benachteiligt werden.