Buckau (pm/ad) l Zum Frauentag am vergangenen Sonnabend hat der Kreisverband der Grünen in Magdeburg die Puppenspielerin Jutta Balk geehrt. Jedes Jahr bringen die Grünen an Straßen, die nach Frauen benannt wurden, ein Zusatzschild an. Damit soll über das Wirken dieser Frauen informiert werden. In diesem Jahr wurde die Malerin, Puppenspielerin und Übersetzerin Jutta Balk geehrt. Die Künstlerin Elke Schettler gab mit einer lebensgroßen Jutta-Balk-Puppe einen kurzweiligen Abriss über das Leben der Geehrten. In Riga geboren, studierte sie dort Malerei und Kunstgeschichte. Im Jahr 1941 wurde sie nach Magdeburg umgesiedelt. Hier traf sie Xaver Schichtl, bei dem sie den Bau von Marionetten lernte. Ein besonders einschneidendes Erlebnis war für sie die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945. In der Trauer über die Zerstörung Magdeburgs hat sie eine ihrer schönsten Puppen entworfen, die trauernde Magdeburgerin. Aus dem Küchenfenster ihrer Wohnung hat sie für die Kinder in ihrer Straße gespielt. Wenn man so will, war dies der Anfang des Puppentheaters Magdeburg.