Magdeburg | Dass viele Leute in Stadtfeld-West in einem sowohl städtebaulich als auch architektonisch bedeutsamen Denkmal wohnen, wissen die meisten von ihnen wohl gar nicht. Denn das Potenzial der in den 1920er Jahren erbauten Beimssiedlung wird laut Stadtfeld-Konzept viel zu wenig genutzt.

Da der Städtetourismus stetig zunimmt, sollte die Beimssiedlung stärker in das touristische Marketing Magdeburgs eingebunden werden. Eilig ist es damit aber nicht sehr. Die Umsetzung wird vom Konzept für den Zeitraum 2017 bis 2022 angegeben. Dass der Wert der Siedlung der Verwaltung dennoch bewusst ist, wurde erst kürzlich offensichtlich. Auf Initiative der Beimssiedler wurde ein Konzept zur Aufwertung des Beimsplatzes als Eingangstor zur Siedlung vorgestellt.

Neben der Beimssiedlung als "herausragendes Denkmal des Neuen Bauens" wäre auch das "weitgehend geschlossene Gründerzeitensemble" im östlichen Stadtfeld eine "vielversprechende Grundlage" für Touristenströme, heißt es im Konzept weiter. Denkbar seien z.B. geführte Rundgänge.

Außer dem Themenschwerpunkt zu Architektur und Städtebau könnten auch Informationstafeln an kulturhistorisch bedeutsamen Gebäuden und Plätzen aufgestellt werden. Dadurch können laut Konzept sowohl Individualtouristen als auch interessierte Bürger und Passanten angesprochen werden. Die Errichtung solcher Tafeln könnte bereits in diesem Jahr erfolgen.

Ein weiterer Vorschlag wird bereits seit längerer Zeit durch die Beimssiedler diskutiert: Die Einrichtung einer Musterwohnung in der Beimssiedlung. Anhand historischer Aufnahmen soll diese so ausgestattet werden wie zu Zeiten des Siedlungsbaus.