Magdeburg. Endlich Frühling, die Temperaturen klettern auf angenehme Werte und laden zum Freitzeitspaß im Freien ein. Wie lange bleibt das Super-Frühlingswetter - und wo können wir die Sonne genießen? Die Volksstimme gibt einen Überblick.

Wie lange bleibt das sonnige Wetter erhalten?

Zunächst bis zum Ende der Woche. Dazu Sabine Kaunert vom Deutschen Wetterdienst in Magdeburg: "Am vergangenen Sonntag wurden in Magdeburg schon bis 17,5 Grad Celsius gemessen. Am Dienstag wird es einen leichten Temperaturrückgang geben: Wir erreichen dann bis zu 12 Grad und es ist Bewölkung zu erwarten, die aber nach und nach auflockert. Ab Mittwoch kündigt sich wieder Sonnenschein mit Höchstwerten um die 15 Grad an. Nachts sinken die Temperaturen aber weiterhin noch auf Werte um den Gefrierpunkt." Die Schattenseite des Super-Frühlingswetters: Es herrscht laut Wetterdienst schon erhöhte Waldbrandgefahr.

Und Achtung, auch die Frühlingssonne sollte sich niemand ohne Sonnenschutz zu lange ins Gesicht scheinen lassen, um keinen Sonnenbrand und Hautschäden zu riskieren.

Am Wochenende naht Erfrischung und für Sonnenanbeter sieht die Wetterlage dann schon wieder ungünstiger aus. "Wir rechnen am Wochenende mit Niederschlägen", so Sabine Kaunert.

Die Stadt hat ihre Pflanzaktion gestartet, können auch Hobbygärtner schon bedenkenlos anpflanzen?

Noch nicht! Nachtfröste sind weiter zu erwarten - am Montagmorgen hat der Deutsche Wetterdienst in Magdeburg eine Tiefsttemperatur von -4 Grad Celsius gemessen. Einigen Pflanzen wie Stiefmütterchen (winterharte Sorten) macht das nichts aus, doch viele Pflanzen reagieren empfindlich.

Was steht derzeit in den Baumärkten hoch im Kurs?

Ursula Dauth, Pressesprecherin von Hornbach: "Die Kunden strömen mit Beginn des sonnigen Wetters voller Tatendrang in unseren Markt. Besonders gefragt sind Baustoffe. Hier holen die Heimwerker riesige Mengen für ihre Frühjahrsprojekte. Ebenso gefragt sind natürlich Pflanzen, Erden und Rindenmulch. Zum Grillen scheint es den Magdeburgern noch ein wenig zu kalt zu sein, aber auch hier gibt es schon Abverkäufe, ebenso bei Pools. Tatsache ist, dass die Menschen jetzt erst einmal alle Energie in die Gartengestaltung stecken."

Wo können wir das tolle Wetter jetzt genießen?

Viele Gastronomen haben die Freisitze schon aufgebaut. Der Mückenwirt in Buckau öffnet trotz Umbau des Haupthauses seinen Außenverkauf bei gutem Wetter ab 12 Uhr. "Am Wochenende haben wir schon einen riesigen Ansturm erlebt", so Mückenwirt Tino Bredau. Die Strandbar am Petriförder ist noch nicht wieder da. Sie feiert am 17. April Saisoneröffnung, der Montego-Beachclub im Stadtpark will am 12. April aufmachen. Der Albinmüller-Turm im Stadtpark ist auch noch dicht. Nach der Beseitigung der Hochwasserschäden soll er spätestens ab Karfreitag wieder offen stehen. "Wir bemühen uns aber, den Aussichtsturm etwas früher wieder freizugeben, einen Termin können wir momentan wegen ausstehender Arbeiten aber noch nicht nennen", so Simone Rauhut von der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft (MVGM).

Dafür steht für einen Ausblick über die Dächer Magdeburgs aber der Aufstieg auf den Südturm der Johanniskirche offen, in dieser Woche von Dienstag bis Sonnabend von 10 bis 18 Uhr, letzter Aufstieg 40 Minuten vor Schließung. Der Eintritt ist frei. Es geht 277 Stufen hinauf (kein Aufzug vorhanden). Wer auf dem Boden bleiben möchte, kann durch den Elbauenpark flanieren. Hier ist noch Vorsaison, das heißt, der Eintritt kostet 1 Euro. Rund 2000 Besucher nutzten laut MVGM das Wetter allein am vergangenen Wochenende, um den Elbauenpark zu besuchen (Saisoneröffung am 5. April).

Wo darf gegrillt werden?

Die Stadt hat an diesen Standorten offizielle Grillplätze ausgewiesen: Fröbelstraße, Florapark-Garten (Grünfläche am Teich), Parkanlage Glacis (Bereich Adelheidring Nähe Spielplatz), Herrenkrug (Grünfläche Radstation/An der Elbe - Wiesenpark), Herrenkrug (Höhe Fitnesscenter) und Stadtpark (Grünfläche östlich des Niemeyerweges sowie Grünfläche an der Brücke am Wasserfall nördlich der Fußgängerbrücke nach Cracau). Doch vor Grillen an nicht zugelassenen Plätzen warnt die Stadt. Die Brandgefahr sei zu hoch. Deshalb gibt es auch Kontrollen des Ordungsamtes. Wer beim unerlaubten Grillen erwischt wird, riskiert eine Verwarnung oder im Wiederholungsfall ein Verwarngeld zwischen 10 und 15 Euro. Auf den offiziellen Plätzen gibt es hingegen gebührenfrei ungetrübten Grillspaß.