Magdeburg I Hautnah hinter die Kulissen eines Radiosenders blicken und ungeniert in den Beruf des Redakteurs, Reporters oder Moderators hineinschnuppern, ist sicher ein Wunsch von vielen. Für die Schüler der sechsten Klasse der Inklusiven Gemeinschaftsschule "Neue Schule Magdeburg" öffnete die Hörfunkanstalt am Hansapark sogar für einen ganzen Tag die Türen. Das Besondere dabei: Die Schule und der Radiosender wurden durch den Wunschbaum der Winterzauber-Gala 2013 quasi miteinander verkuppelt. "Da wir einen großen Schwerpunkt auf Berufsorientierung legen, haben wir uns mit dem ganz allgemeinen Wunsch beworben, unseren Schülern einen Projekttag in einer Firma zu ermöglichen. Wir sind sehr glücklich, dass gerade Radio SAW unseren Wunsch gezogen hatte", erzählte Vorstandsmitglied und Mitbegründerin der Schule Constanze Langner begeistert.

Auch SAW erfüllt den Wunsch sehr gerne. Zwar werden regelmäßig Schulklassen im Rahmen einer einstündigen Führung durch das Funkhaus begleitet, doch ein Projekttag von 8 bis 16 Uhr sei etwas Einzigartiges. "Wir würden gerne öfter so etwas veranstalten; leider ist uns das nicht möglich. Dieser Projekttag ist eine ganz besondere Geschichte für die Winterzauber-Gala, die wir einfach großartig finden", versicherte Jens Kerner, Leiter für Kommunikation und digitale Medien.

Selbstverständlich bekamen auch die Sechstklässler eine exklusive Führung durch das Funkhaus, doch durften sie darüber hinaus live bei den Muckefucks und einer Redaktionssitzung dabei sein. Danach ging es parallel und abwechselnd in drei Kleingruppen weiter. Bei Moderatorin Franziska Wasian lernten die Schüler, wie man fürs Hören schreibt, bei der "Hörwerkstatt" gewährte ihre Kollegin Frauke Rauner Einblicke in Stimmbildung, Studio- und Schnitttechnik.

Auch Arbeit an der frischen Luft stand auf dem Plan: Als erste Gruppe konnten Fabienne, Luise, Benjamin und Josh eine Straßenumfrage zum Thema "Wochenendgestaltung" durchführen. "Eine Umfrage ist ein wichtiger Bestandteil beim Radio, bei der es darum geht, die Meinungen von Passanten zu hören", erklärte Redakteur Michel Holzberger. Dazu wurden die vier mit hauseigenen Pullovern sowie einem Mikrophon ausgestattet und konnten sich so als Teil des Teams fühlen. "Das Mikro liegt gut in der Hand", freute sich der 11-Jährige Josh, der sich später sogar ein Praktikum vorstellen kann. Auch seine Klassenkameraden fanden die Arbeit beim Radiosender sehr interessant. Für sie hat sich der Projekttag auf jeden Fall gelohnt. (pmd)

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