Magdeburg | Man möchte meinen, die Tränen der Festival-Fans wie Regen fallen gehört zu haben, als "Rock im Stadtpark"-Gründerin Janin Niele verkündete: " Das Festival Rock im Stadtpark fällt in diesem Jahr leider aus." Die viele Arbeit und die Finanzsorgen haben die Mitglieder in den vergangen Jahren zu sehr gedrückt. "Jetzt haben auch mal die Sorgen ein Jahr Pause." Es war eine schwierige Entscheidung. Schließlich hat das Festival seine Tradition aufgebaut und viele Liebhaber in ganz Deutschland gewonnen. Für dieses Jahr seien eigentlich auch schon Bands gebucht und Sponsoren gefunden worden. Doch da es von der Stadt kein "Okay" gab, sich in den Stadtpark "einzumieten", beschloss man, das Festival in diesem Jahr pausieren zu lassen.

Alternativ in den Elbauenpark umzuziehen, kommt für Niele aus vielerlei Gründen nicht in Frage dazu gehöre neben der Lage auch, dass sie bisweilen die gastronomische Versorgung aus den Händen geben müsste. "Rock im Stadtpark gehört in den Stadtpark!" Seit 2007 zieht es Jugendliche in das grüne Herz der Stadt.

Hinzu komme: "Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir auch an uns selbst denken müssen", sagt die Gründerin. "Die Pause wollen wir nutzen, um im kommenden Jahr 2015 mit neuen Ideen, neuem Elan und vielleicht auch neuen Mitgliedern im Organisationsteam zu starten. "Das Festival hat Dimensionen angenommen, die man ehrenamtlich nur noch mit sehr viel Mühe schaffen kann", so Niele: "Und nebenher schon gar nicht." Der Job brauche Zeit und Verantwortung - doch die meisten RiS´ler sind im Beruf sehr aktiv.

Eng verbunden mit dem Personalproblem sind die Finanzen: Jeder Euro, der fehlt, muss mühsam bei öffentlichen Einrichtungen oder Sponsoren eingeworben werden. Einfacher wird es dabei nicht, so Janin Niele: "Seit Jahren müssen wir an den Musik-Acts sparen, weil das Equipment immer teurer wird." Janin Niele verspürt sogar etwas wie "Aufbruchsstimmung", um 2015 wieder ein gutes, besseres RiS auf die Beine zu stellen. Bis es soweit ist, müssen die Festival-Fans jedoch von den Erinnerungen an Auftritte wie von Gentleman, Materia, Jennifer Rostock und The Boss Hoss zehren. Oder sie machen das, was vermutlich nicht im Sinne einer Landeshauptstadt ist - sie fahren woanders hin zum "Festival-Feiern".