Einmal das Mittelalter in der Megedeborch zu erleben, wünschen sich viele Kinder. Doch die Plätze sind heiß begehrt und schnell vergeben. Gut wenn man Mitmenschen hat, die keine Mühen scheuen.

Cracau l Die Jagd nach den Plätzen ist gelaufen. Christine und Rainer Voß standen in aller Herrgottsfrüh auf. Knapp drei Stunden stand das Ehepaar in einer Schlange für die heiß begehrten Plätze - nicht für ein Konzert von Justin Bieber oder Miley Cyrus, sondern für die Megedeborch. "6 Uhr waren wir im Kulturhistorischen Museum und vor uns hatte sich bereits eine lange Menschenschlange gebildet", erinnert sich Christine Voß. Sie hatte schon im Vorfeld gehört, dass die Plätze für die Megedeborch gefragt sind, aber dass bereits gegen 6 Uhr zahlreiche Magdeburger sich vor dem Museum häuslich niederlassen, hätte sie niemals gedacht. Die Plätze für das Mittelalterspiel sind schnell vergeben. Lange Schlangen in den frühen Morgenstunden vor dem Museum am Anmeldetag keine Seltenheit, wie gestern eine Mitarbeiterin des Museums auf Volksstimme-Nachfrage bestätigte.

Das frühe Aufstehen und das Warten hat sich aber gelohnt, Rainer und Christine Voß konnten Plätze für die Megedeborch ergattern. Doch die sind nicht für sie, sondern für die Klasse 4a der Grundschule "Am Pechauer Platz". Der Enkelsohn Dustin geht in diese Klasse. Es ist das letzte Schuljahr in dem die Kinder zusammen im Klassenverband lernen. Zum Abschied wünschten sich die Kinder einen Tag in der Megedeborch. Diesen Wunsch erfüllten das Ehepaar gerne. Der Einsatz von Christine und Rainer Voß blieb nicht unbemerkt. Die Kinder malten Bilder mit zahlreichen Danksagungen - Blumenstrauß und Pralinen inklusive.

Schüler Freddy freut sich schon auf den großen Tag. Einmal in die Magdeburger Vergangenheit zu reisen, wünschen sich auch Joshua und Franziska. Auch Luise freut sich, dass zu erleben, was man bisher nur im Sachunterricht gehört hat. Was die Großeltern gemacht haben, ist toll, da sind sich die Schüler einig. Am 21. Mai wollen die Mädchen und Jungen ins Mittelalter eintauchen.

Ein kleinen Haken hat die Sache. Undenkbar sei das Projekt ohne die Unterstützung des Jobcenters und der städtischen AQB. Das Jobcenter hat aber bislang noch keine finanziellen Mittel für das Projekt bereitgestellt.

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