Kontakt: BStU, Außenstelle Magdeburg Georg-Kaiser-Str. 7, Telefon: 03 91/ 62 71-0, E-Mail: astmagdeburg@bstu.bund.de

Magdeburg l Jeden ersten Dienstag im Monat öffnet die Magdeburger Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) ihr Archiv für die Öffentlichkeit - so auch am kommenden Dienstag, 1. April, von 17 bis 18.30 Uhr. Beim Rundgang können sich die Besucher selbst überzeugen, welches Ausmaß die Archivbestände der ehemaligen Magdeburger Bezirksverwaltung der Staatssicherheit haben. Beschäftigte der Außenstelle erläutern den Inhalt und die Struktur der Stasi-Unterlagen. Ausstellungsmaterial und der direkte Einblick in Beispielakten Inoffizieller Mitarbeiter und Betroffener vermitteln ein Bild von der Arbeitsweise der Staatssicherheit.

Es besteht auch die Möglichkeit Akteneinsicht zu beantragen. Dafür ist ein Personaldokument erforderlich. Des Weiteren können die Besucher, die bereits einen Antrag gestellt haben, Fragen zur Bearbeitung an die Mitglieder richten. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Bei Gruppen ab zehn Personen bitten die Mitarbeiter um eine vorherige Anmeldung. Für angemeldete Gruppen ist eine Archivführung auch innerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Außenstelle möglich.

Noch bis zum 27. Juni wird in der Magdeburger Außenstelle im Stadtteil Sudenburg die Ausstellung "Wir müssen schreien, sonst hört man uns nicht!" über den Frauenwiderstand in der DDR der 1980er Jahre gezeigt.

"Die Ausstellung erzählt eine Geschichte vom Sprechenlernen, Verantwortung übernehmen, von Solidarität und der Verteidigung der Menschenwürde in einer Gesellschaft, die von Willkür und Lüge beherrscht wurde", beschrieb Bärbel Bohley im Rückblick eine Widerstandsgeschichte, die vor nunmehr dreißig Jahren begann. Anfang der 80er Jahre hattenFrauen im Osten Deutschlands Oppositionsgruppen gegründet, die sich DDR-weit vernetzten und mit Protestaktionen die Öffentlichkeit suchten.