Magdeburg l Gezeigt wird im ARTrium im Hundertwasserhaus ein exemplarischer Querschnitt durch das grafische Werk Friedensreich Hundertwassers. Die Fahne für Neuseeland, ökologisches Bauen und der Umweltschutz sind nur einige Themenbereiche, die in der Schau auf den farbenfrohen Bildern Hundertwassers, in Dokumenten und Briefen, philosophischen Texten, Skizzen, Zeichnungen und auf seinen Briefmarken faszinieren.

"Hundertwasser experimentierte mit Techniken und Materialien, die in der Grafik unüblich waren, mit fluoreszierenden oder auch phosphoreszierenden Farben, die nur in der Dunkelheit leuchten, mit reflektierenden Glasperlen, schimmernden Metallfolien und Samtaufblasungen, mit Präge-, Sieb- und Metalldrucken auf Plexiglas", erzählt Patrick Knobbe-Berlt, der in der hauseigenen Touristeninformation über den geistigen Vater der Zitadelle, Friedensreich Hundertwasser, aufklärt. Um den Grafiken von Hundertwasser gerecht zu werden, sind daher auch Themenabende und Nachtführungen geplant, die die Grafiken in einem ganz anderen Licht zeigen. Labyrinthe, Spiralen und Farben, die auch bei Nacht leuchten, werden die Besucher in ihren Bann ziehen.

Der junge Ladenbesitzer präsentiert in Zusammenarbeit mit der ExtraMax Art Exhibition und unterstützt vom Kulturförderverein "Grüne Zitadelle e.V." die Ausstellung "Hundertwasser".

Es soll nicht die einzige Ausstellung in den angemieteten Räumlichkeiten bleiben. 2015 feiert die Grüne Zitadelle ihr 10-jähriges Bestehen. Der Kulturförderverein will sich dann in einer Ausstellung speziell der Architektur des weltbekannten Künstlers, der gerade Linien und rechte Winkel verpönte, widmen.

Der Verein, der sich erst im vergangenen Herbst gegründet hat, plant den Aufbau einer ständigen Hundertwasser-Ausstellung in Magdeburg. Großes Vorbild ist das Kunsthaus in Wien. Hier ist die weltweit einzige permanente Ausstellung der Werke von Friedensreich Hundertwasser zu sehen.

"Der Gedanke drängt sich geradezu auf, in Magdeburg eine ständige Ausstellung über Hundertwasser zu realisieren. Die Grüne Zitadelle ist eines der letzten Architekturprojekte nach Hundertwasser und nach eigenen Aussagen des Künstlers sein `... schönster und bester Bau`", erzählt Patrick Knobbe-Berlt, der für die Arbeiten von Hundertwasser schwärmt.

Hundertwasser war als Maler, Architekt und Ökologe ebenso umstritten wie unverwechselbar, jedoch macht und machte genau dies seine Popularität aus. Kunst in den Alltag der Menschen zu tragen, sie zum Bestandteil des Lebens zu machen, das war immer ein Anliegen von Hundertwasser. Dieses breitgefächerte Gesamtwerk, die Anliegen und Aktionen des Künstlers der breiten Öffentlichkeit zu veranschaulichen, ist das Ziel des Kulturförderveins Grüne Zitadelle e.V.

Die Ausstellung ist montags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen finden um 14 Uhr statt. An den Wochenenden und Feiertagen gibt es zusätzlich um 16 Uhr eine Führung.