Grüner leben: So könnte man das Konzept der Genossenschaft "Vitopia" zusammenfassen. Der Verein plant auch in diesem Frühling wieder ökologisch aktiv zu werden.

Von Nadine Liese

Herrenkrug l Ob Fahrrad oder Auto, alles wird bei der Genossenschaft "Vitopia" gemeinschaftlich genutzt. Denn nachhaltig und ressourcenschonend zu leben, ist die Vision dieser Gemeinschaft. "Wir wollen zeigen, dass eine ökologische Lebensweise in den Bereichen Mobilität, Wohnen und Ernährung alltäglich umsetzbar ist", erklärt Joris Spindler, Mitglied von Vitopia. Dazu gehört unter anderem die geplante Müllsammelaktion am 5. April. "Am Ufer der Elbe sammeln wir alles ein, was sich in den letzten Jahren dort angehäuft hat", sagt der Umweltschützer.

Auch gebrauchte Dinge weiter zu nutzen, gehört zu der Lebensphilosophie des Vereins. "Das schont den Geldbeutel und die Umwelt", sagt Spindler. Aus diesem Grund veranstaltet die Genossenschaft am 19. April einen Frühlingsflohmarkt. Bücher, Geschirr und Kleidungsstücke sollen an diesem Tag einen neuen Nachnutzer finden.

Bei dem neuen Café auf dem Vitopia-Gelände steht der ökologische Gedanke ebenfalls im Vordergrund. Hier werden ab Herbst regionale und fair gehandelte Produkte verkauft. Bei den Bauarbeiten wurden ausschließlich recyclingfähige Baustoffe verwendet. Am 5. April wird nun aus Strohballen und Lehm die Deckendämmung des Cafés fertiggestellt.

An diesem Tag soll außerdem das Beet am Ebelingstein im Herrenkrugpark neu erblühen. Seit drei Jahren hat Vitopia das Beet in Pflege. Jeden Frühling kümmert sich die Gemeinschaft um die Neubepflanzung. "Uns ist wichtig, dass die Besonderheit der historischen Grünflächen erhalten bleibt", erzählt der Naturfreund.

Zurzeit nimmt der Verein an einem Förderwettbewerb der Zeitschrift Chrismon für gemeinnützige Projekte teil und liegt mit seinem Beitrag "heute.morgen.leben" schon unter den ersten zehn Plätzen. Bis heute Abend kann noch online darüber abgestimmt werden, welche Projekte es ins Finale schaffen sollen.