Magdeburg l Da will man wohl noch einmal Kind sein: Oberbürgermeister Lutz Trümper hat am Dienstag gemeinsam mit dem Beigeordneten Klaus Zimmermann und Simone Andruscheck, Leiterin des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe, Gummitiere und Quartettspiele an die Sechstklässler der freien Sekundarschule Leben Lernen verteilt. Nicht irgendein Quartettspiel, sondern eines, das 32 der attraktivsten Spielflächen in der Stadt vorstellt. Und zwar in den mit Punkten versehenen Vergleichskategorien wie "Klettern", "Rutschen", "Schaukeln", "Drehen" und "Sonstiges" sowie samt einer Markierung im Stadtplan. Ein solches Spiel wurde vor ein paar Jahren schon mal entwickelt - das jetzt herausgebrachte ist eine überarbeitete Neuauflage der Idee. Gut zum Spielen, gut zum Entdecken bislang unbekannter Spielplätze.

Ort der Übergabe der ersten Spiele: der Spielplatz am Albinmüllerturm im Stadtpark. Grund, dass gerade die 24 Schüler einen Klassensatz Freiexemplare bekamen: Sie hatten im vergangenen Jahr zwei Tage im Rahmen eines Projektes für die Bilder im Spiel vor der Kamera gestanden. Ben Erbig ist einer der Schüler und sagt: "Das hat richtig Spaß gemacht." Klassenkamerad Jonas Kuhlemann ergänzt: "War auch eine Abwechslung zum Schulalltag." Lea Reuer, Alyssa Bogisch und Vivien Wiechmann sind sich einig: Klar besucht man - und sei es mit Kindern aus der Verwandtschaft - auch als Sechstklässler Spielplätze. Und: Der Spielplatz im Stadtpark hat bei der Tour über Schaukeln und Rutschen der Stadt mit am besten abgeschnitten. Klassenleiterin Kerstin Bliedung hatte mit den Foto-Terminen indes noch anderes im Sinn: "Die Klasse war vergangenes Jahr ja noch ganz neu - ein solches Projekt hat sie einander näher gebracht und Freundschaften entstehen lassen."

Lutz Trümper: "Eine Neuauflage und Aktualisierung des Quartettspiels ist eine gute Sache, hatte es sich doch immer großer Beliebtheit erfreut."

Katrin Barth, Sprecherin des SFM, sagt: "Thematische Spielplätze, an denen die Kinder aus der Nachbarschaft mitwirken, sind ein Trend, der sich für alle Beteiligten lohnt." Zum einen durch individuelle und fantasievolle Gestaltung für die Kinder, die auf jedem Spielplatz etwas Neues und Überraschendes entdecken können. Zum anderen für die Stadt - denn damit, dass Ideen von Kindern in die Gestaltung einfließen, wächst deren Bindung zu den Anlagen in der Nachbarschaft und es kommt seltener zu Vandalismusschäden als auf Spielplätzen "von der Stange".

Die Kartenspiele zum Preis von zwei Euro sind im SFM, Große Diesdorfer Straße 160, und ab dem Beginn der Bootssaison auch beim Bootsverleih am Adolf-Mittag-See erhältlich.

Infos auch unter Telefon 0391/736 83 sowie im Internet unter www.magdeburg.de auf den Seiten des SFM.