Magdeburg l Autofahrer aus dem Magdeburger Osten und dem angrenzenden Umland wurden am Dienstagmorgen von einer neuen Baustelle am Jerichower Platz überrascht. Plötzlich konnten sie nur noch einspurig über die wichtige Kreuzung unmittelbar vor dem Nordbrückenzug fahren. Die Folge: ein erheblicher Rückstau, vor allem zur morgendlichen Berufszeit.

Ärgerlich war das auch deshalb, weil eine einspurige Verkehrsführung vor der Kreuzung erst für heute von der Stadtverwaltung angekündigt worden war. Ein Versehen von der Verwaltung? Oder hat der Baubetrieb einfach früher angefangen?

Ja und nein. Stadtsprecher Michael Reif bestätigt den früheren Beginn der Bauarbeiten. Dies habe aber nichts mit der Einrichtung der einspurigen Verkehrsführung Richtung Westen zu tun. Die sei unabhängig von der Gleisbaustelle eingerichtet worden, weil im weiteren B1-Verlauf die SWM Kanaldeckelreparaturen vornehmen und deshalb eine Spur gesperrt sei. Aus Sicherheitsgründen werde der Verkehr schon vor der Kreuzung auf eine Spur verengt. Diese Information sei schon in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden. Man bedaure aber, dass es zu Unklarheiten gekommen sei, so Reif.

Autofahrer müssen weiter Geduld aufbringen. Die Baustelle auf dem Jerichower Platz wird mindestens neun Tage bestehen bleiben. Ein Ausweich auf den Strombrückenzug ist auch nicht empfehlenswert. Dort geht es schon seit Jahren nur einspurig in die City.