Haldensleben l Schwierigkeiten sieht die Stadtverwaltung beim Neubau der Förderschule für Körperbehinderte am Fermersleber Weg. Denn so wie ursprünglich geplant, wird\'s denn wohl nicht gehen. Denn die eingeplanten Mittel aus dem Förderprogramm Stark III sollen künftig nicht mehr für Neubauten, sondern nur noch für die energetische Sanierung und Ausstattung bestehender Gebäude genutzt werden können.

Jetzt stellt sich der Landkreis Börde hinter die Magdeburger Stadtverwaltung. In einem Schreiben an Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn bittet die Kreisverwaltung darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Fördermittel für diese Investition bewilligt werden können.

Sowohl der Landkreis Börde als auch der Salzlandkreis schätzen die Magdeburger Förderschule als überregional bedeutsam ein. Grund: Angesichts der Zahl von 25 Schülern der Klassenstufen 1 bis 10, die ihren Schulalltag in der Magdeburger Einrichtung verbringen, sei die Einrichtung einer eigenen Schule weder genehmigungsfähig noch pädagogisch vertretbar. Dieses Ansinnen ist auch im Schulentwicklungsplan des Bördekreises verankert.

Mit derzeit 150 Schülern ist die Kapazität der Förderschule am Fermersleber Weg bereits jetzt weit überschritten, und es muss eine Außenstelle unter dem Dach der Comeniusschule im Neustädter Feld mit genutzt werden. Die Kosten für eine neue Förderschule, die auch Kapazitäten für die benachbarten Landkreise vorhält, werden auf rund 7,5 Millionen Euro geschätzt.