Altstadt (rr) l Sie waren mächtig und klug, kreativ und beharrlich - und manchmal schon zu Lebzeiten eine Legende: starke Frauen wie die ottonischen Kaiserinnen Adelheid und Theophanu oder fromme Frauen wie Elisabeth von Thüringen haben entlang der "Straße der Romanik" ihre Spuren hinterlassen.

Ludwig Schumann wählt in seinem aktuellen Buch "Große Zeit starker Frauen" eine besondere Perspektive auf die erfolgreiche Themenstraße, die seit mehr als 20 Jahren Touristen anlockt: Der Autor erzählt die Lebenswege von rund 30 herausragenden Frauenpersönlichkeiten, die an Orten wie Magdeburg, Quedlinburg, oder dem Kloster Helfta wirkten.

Am heutigen Dienstag, 29. April, stellt der Autor seinen regionalgeschichtlichen Streifzug um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg vor und spannt einen Bogen über tausend Jahre. Den Anfang macht Editha, die erste Gemahlin Ottos des Großen, die als tatkräftige, freigiebige und wohltätige Königin in die Geschichte einging. Ein Zeugnis der Romanik bieten die Stifterfiguren Uta und Reglindis, die ein Naumburger Meister gestaltete und damit der Epoche ein einmaliges Denkmal setzte. In einer Mischung aus Fakten und Anekdoten rückt Schumann aber auch weniger bekannt gewordene historische Persönlichkeiten und Frauen von heute ins Licht, wie die Restauratorin Anna-Maria Meussling, die sich um den Erhalt des historischen Erbes und die "Straße der Romanik" verdient gemacht hat. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Magdeburg lädt die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt zur Lesung mit Ludwig Schumann ein. Der Eintritt ist frei.