Magdeburg (kt) l Aus 24 Bewerbern um das Amt des Kulturbeigeordneten in Magdeburg ist als einziger Kandidat Prof. Dr. Matthias Puhle hervorgegangen. Der in Braunschweig geborene Historiker war von 1991 bis 2012 Direktor der Magdeburger Museen, erarbeitete sich unter anderem als "Vater der Ottonenschau" anno 2001 einen ausgezeichneten Ruf in Fachkreisen und unter kultur-interessierten Magdeburgern und ist aktuell als Abteilungsleiter im Kultusministerium tätig. Der 59-Jährige gilt nach Abschluss des Auswahlverfahrens als Nachfolger des in den Ruhestand ausscheidenden Beigeordneten Rüdiger Koch quasi als gesetzt.

Endgültig soll der Stadtrat am 22. Mai über die Besetzung der zum 1. November freiwerdenden Stelle an der Spitze des Magdeburger Dezernates für Kultur, Schule und Sport entscheiden. Das entsprechende Beschlusspapier, das am Dienstag die Magistratsrunde beim Oberbürgermeister passierte, offeriert "Herrn Prof. Dr. Puhle" als einzigen Kandidaten, der die Vorauswahl im Verwaltungsausschuss bestanden hat.

Auf die im Januar überregional veröffentlichte Ausschreibung des hohen, kommunalpolitischen Amtes hatten sich 24 Bewerber gemeldet, fünf davon allerdings erst, als die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen war. Am 14. März entschied der Verwaltungsausschuss, dass von den verbleibenden neun Bewerbern lediglich zwei zu einem Vorstellungsgespräch am 28. März eingeladen werden sollten. Einer der beiden Favoriten - eben Puhles letzter verbliebener Konkurrent - sagte seine Teilnahme indes kurzfristig ab und zog seine Bewerbung Anfang April zurück, so dass Puhle schon in die Schlussrunde als einziger Anwärter aufs Amt einzog. Seine Wahl im Stadtrat dürfte damit und wegen des Ansehens, das sich der Mann bereits seit der Nachwendeära bei der Neuausrichtung der Magdeburger Museumslandschaft erarbeitet hat, kaum mehr etwas im Wege stehen.

Über die Neubesetzung der ebenfalls zur Disposition stehenden Stelle des Sozialbeigeordneten (Amtsinhaber Hans-Werner Brüning geht auch in den Ruhestand) ist noch nicht entschieden; das Kandidatenkarussell rotiert noch. Die Neuwahl im Stadtrat steht für diesen Posten im Juni an.