Magdeburg (kt) l Noch bis zum 14 Mai zeigt der Moritzhof täglich den Film "Vergiss mein Ich" (D 2014, Regie Jan Schomburg), ein eindringliches Drama über das Vergessen der eigenen Identität

Lena (Maria Schrader) ist lange mit Tore verheiratet, als sie sich plötzlich verliert. Retrograde Amnesie sagen die Ärzte zu Lenas Zustand; eine nicht diagnostizierte Gehirnentzündung ist der Grund. Die Folge: Sie hat keinen Zugriff mehr auf das, was die Medizin als biografisches Gedächtnis bezeichnet. Die Sprache ist noch vorhanden, doch die Wörter an keine Erfahrung geknüpft. Tore versucht, Lena den Weg zu ihr zu zeigen, wer er für sie war und wer sie für ihn. Eine Nacherzählung bereits erlebter Realität. Aber während ihre Umwelt nur den Verlust der alten Lena empfindet, bewegt sie sich selber auf eigenen Wegen. Wie ist es wohl, diese Lena Ferben zu sein? Lena probiert es aus, wie ein Schauspieler eine Rolle probiert, während in ihr zur gleichen Zeit etwas Neues entsteht, eine eigene, individuelle Persönlichkeit, die sich dagegen wehrt, das zu tun, wozu Lenas ganze Umwelt sie ermutigt und drängt: Sie selbst zu werden.

Zu sehen ist der Streifen im Moritzhof u. a. am heutigen Dienstag, 6. Mai, 16.15 und 20.15 Uhr, am 7. Mai/20.15 Uhr, am 8. Mai/18.15 Uhr und am 9. Mai/17 Uhr.

Der Eintritt: kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.