Magdeburg l Der Verband der Gartenfreunde ist mit 14.000 Mitgliedern die Dachorganisation der Magdeburger Schollenbesitzer. Mitte April hatte der Vorsitzende der Kolonie Lerchenwuhne, Roland Zander, angekündigt auszutreten, weil man unzufrieden mit der Arbeit des Verbandes sei.

Die Entscheidung in der Kolonie sei damals einstimmig gewesen. "Wir wollen uns erst mit dem Oberbürgermeister treffen", sagte Roland Zander nun der Volksstimme. Erst danach wolle man aus dem Verband raus - oder eben nicht.

Hintergrund für das Hin und Her sind Unsicherheiten bei der Weiterführung der Pachtverträge. Denn die Lerchenwuhne-Kleingärtner wollen eigene Verträge mit der Stadt. Bisher tritt der Verband als Zwischenpächter auf. Der Grundstückseigentümer - an der Lerchenwuhne unter anderem die Stadt - verpachtet das Gelände an den Verband, der wiederum an die einzelnen Kleingärtner.

Pachtverträge bleiben von Mitgliedschaft unberührt


Ein Verein bündelt die einzelnen Interessen der Schollenbesitzer und ist Ansprechpartner für den Verband. "Natürlich kann der Verein aus dem Verband austreten", bekräftigte Simon. Sie stellte aber auch klar, dass die Pachtverträge davon unberührt blieben.

Die Kleingärtner müssten sich dann nur darauf einstellen, einen höheren Mitgliedsbeitrag an den Verband zu zahlen. Bisher liegt der bei 15 Euro pro Parzelle und Jahr. Falle der Verein weg, müsste der Verband jede Parzelle einzeln bearbeiten. Das mache den Verwaltungsaufwand größer und steigere die Kosten, so Simon weiter.

Den Anfang nahm der Streit der Kleingärtner im vergangenen Jahr, als bekannt wurde, dass Magdeburg nach Stadtfeld auch Kleingärten im Neustädter Feld in Bauland umwidmen will. Unter anderem betroffen: die Lerchenwuhne.