Jawtex 2014 steht für die "Exercise Joint Air Warfare Tactical Exercise 2014". Es handelt sich dabei um eine teilstreitkräfteübergreifende, multinationale Übung, im militärischen Sprachgebrauch: Joined and Combined". Die Übung geht vom 12. bis 22. Mai.

Ziel ist, dass einzelne Einheiten und Verbände der Teilstreitkräfte der Bundeswehr zusammen mit multinationalen Partnern üben. Jawtex ist keine Nato-Übung, sondern ein Manöver der Bundeswehr. Die beteiligten Länder sind Niederlande, Italien, Frankreich, Finnland, Slowenien, Griechenland, Österreich, Schweiz, Türkei, Ungarn und die USA.

Die Übung umfasst den Einsatz von über 105 Luftfahrzeugen und 1300 Soldaten der Luftwaffe, 1600 Soldaten des Heeres, 350 Soldaten der Streitkräftebasis und 500 Marinesoldaten auf drei Schiffen. Rund 4500 Soldaten sind beteiligt. Gestartet wird von zehn unterschiedlichen Flugplätzen aus.

Geplant sind rund 1200 Flugbewegungen. Die Flugzeiten sind von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr begrenzt. Kampfjets werden am Wochenende aus Lärmschutzgründen nicht fliegen.

In Sachsen-Anhalt gibt es wegen der Übungen Einschränkungen im Luftverkehr. Dies betrifft Flugplätze in Gardelegen, Stendal-Borstel sowie Klietz/Scharlibbe. Privatflieger dürfen zu den täglichen Übungsstunden dort nicht starten.

Das gesamte Jawtex-Manöver wird vom Luftwaffenstützpunkt Holzdorf im Landkreis Wittenberg aus geleitet und kontrolliert. Er liegt unmittelbar an der Grenze zu Brandenburg. Von dort aus steuern etwa 200 Experten das Geschehen.

Seit 1968 war Holzdorf ein Einsatzflugplatz der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Ab 1982 war hier das Jagdfliegergeschwader 1 mit Flugzeugen des Typs MIG 21 stationiert. Seit den 1980er Jahren waren dort auch das Fliegertechnische Bataillon 1 und das Funktechnische Batallillon 41 der NVA untergebracht. Mit der Wiedervereinigung übernahm die Luftwaffe der Bundeswehr das Gelände in Holzdorf.