Magdeburg (pl) | Die chinesischen Behörden bedrohen ihn, damit er den Mund hält. Doch für Ai Weiwei bedeutet Stillschweigen nicht das Leben, sondern den Tod. Der weltweit bekannteste chinesische Künstler Ai Weiwei hat stets den Kampf für die Menschenrechte einem Leben voller Privilegien vorgezogen - eine Wahl, die ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht, vor allem, wenn man in China lebt. Im April 2011 wird er plötzlich von den chinesischen Behörden entführt, an einen geheimen Ort gebracht und dort strengstens isoliert.

Der Film "Ai Weiwei - The FAke Case" begleitet den Künstler in seinem Alltag unmittelbar nach seiner Entlassung. In seinem eigenen Haus in Peking lebt er wie ein Gefangener, ständiger Überwachung und den Einschränkungen der chinesischen Behörden ausgesetzt. Der Film wurde 2013 mit dem Kritikerpreis Bodil als bester dänischer Dokumentarfilm ausgezeichnet. Zu sehen ist der Streifen heute ab 19 Uhr im Kino im Moritzhof am Magdeburger Moritzplatz.